3 n.Cor. – „Frohes“ Neues Jahr!

Die Meldungen zum Thema Nr. 1 reißen nicht ab. Ich habe eine Bild-Text-Kollage der Weihnachtsfeiertage im Kopf. Da sind Kinder mit Schildern, die Demo spielen und skandieren: „Laßt euch impfen!“ Da ist der Kölner Dom, aber kein Ausschnitt aus der Christmette, sondern die „Impfaktion im Dom“. Da ist die massive Kluft zwischen den beruhigenden Aussagen zu „Omikron“ aus Südafrika und auf der Basis erster Studien, andererseits der Panikmache in Deutschland. Da sind die Eindrücke von der Zensur: Reitschuster aus der Bundespressekonferenz ausgeschlossen, der Virologe Streeck von seiner Lehrtätigkeit; das Videoangebot der „Achse des Guten“ (H. Broder) komplett von YouTube zensiert. Da ist der Begriff der „kleinen Richterlein“, geäußert vom Präsidenten des Weltärztebundes (!), der einem Angst und Bange macht um das Demokratieverständnis solcher Funktionäre. Und dann noch ein Bild von gestern: der Polizeisprecher einer süddeutschen Stadt, der von „eingefangenen Spaziergängern“ spricht…

Hängengeblieben ist ein Twitter-Beitrag, dessen Quelle und genauen Wortlaut ich nicht mehr weiß. Sinngemäß:

Wenn ich mich viermal in einem Jahr gegen Pocken impfen lasse und dann Pocken bekomme, sind doch Fragen zum Wert der Impfung erlaubt.

Das ist „in a nutshell“ das, was hier völlig schiefläuft. Kopflosigkeit – eine halsbrecherische Spritz-Hatz und „Flucht nach vorne“.

Am Montag vor Weihnachten ist ein Onkel verstorben. Er hat nach der zweiten BioNTech-Impfung eine schwere Rückenmarksentzündung entwickelt, war drei Wochen stationär in der Neurologie und konnte seit einigen Wochen wieder die Gabel beim Essen ohne Mithilfe der anderen Hand zum Mund führen. Doch die Entzündungswerte im Körper blieben hoch – er erhielt hochdosiert Cortison. Was ist da passiert? Hat sich eine Autoimmunerkrankung herausgebildet? Auch wenn die Umstände des Todes nicht 100% nachvollziehbar sind, weil er viele Stunden später erst gefunden wurde: Ist er ein Impftoter?

Was sind das für schwere Fragen, die wir jetzt stellen müssen? Was ist das für ein Unfrieden, der in den Familien herrscht?
Wir versuchen, Normalität zu leben, – und doch gelingt es kaum. Zwei Familienmitglieder sind nicht geimpft: sie saßen selbstverständlich am Tisch, wir haben uns umarmt und gemeinsam Weihnachten gefeiert (ohne Tests, wohlgemerkt). Ich glaube, das hätte Jesus auch getan.

Dennoch ist eine „Unbeschwertheit“, wenn man sich erlaubt, mit ü50 anno 2021 noch von Unbeschwertheit zu sprechen, verlorengegangen. Das ist gewollt. Es heißt „Great Reset“. Wir werden systematisch – nun auch von der glorreichen „Ampel-Koalition“ – darauf vorbereitet, nichts mehr als „gegeben“ oder „normal“ hinzunehmen. Abnicker sind „the new normal“. Durch aggressives Propagieren des „Unnormalen“ wird der Schieber auf der Skala immer mehr, Stück für Stück, zur völlig sinnfreien Toleranz jeglicher Deviation verschoben*.
Der Bundespräsident, der vertrauenheischend die „lieben Landsleute“ anredet, wird von Knüppel-Weishaupt konterkariert: Zuckerbrot und Peitsche. Ein rundherum ekliges Trauerspiel, eine Art Achterbahnfahrt, bei der die Wagen selbst am Start nicht anhalten, so daß man nicht mehr ungefährdet aussteigen kann, sondern zur nächsten Fahrt mitgenommen wird. Da wird mir schwindlig.

Ich habe keinen Lösungsvorschlag, kein Patentrezept, denn auch meine hier geschilderte Vorgehensweise gelingt mir nicht. Ich ärgere mich täglich, auch wenn ich weiß, daß es mir nicht gut tut. So starte ich in das Jahr 2022 und kann Dir, lieber Leser, nicht aufrichtig und ehrlich ein „gutes neues Jahr“ wünschen. Laß uns kritisch und unseren Werten, einer gewalt- und herrschaftsfreien Vision, treu bleiben.

 

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* Kleine Anmerkung: Auf Amazon Prime wird gerade die Serienverfilmung vom „Wheel of Time“ gezeigt. Da sieht man dann das abgelegene Dörfchen Emond’s Field, wohin Protagonist Rand al’Thor mit Vater reist. Im Roman kann man erkennen, daß die Riten, hier das bevorstehende „Bel Tine“, der keltischen Tradition entnommen wurden („Beltaine“, Frühlingsfest). Aber die Menschen, die da in der Serie abends im Gasthaus sitzen, sind „weiß“ oder „schwarz“ oder mit asiatischen Zügen – eine bunte Mischung, genau wie man sie in so einer abgelegenen, traditionsgebundenen Siedlung erwartet… nicht. Allein für diese Erwähnung würden mich einige wohl schon gern als „Rassisten“ steinigen. Bei mir führt das nur dazu, daß ich lieber die Romane noch mal lese.

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