Monte Verità – Back to Nature (Ausstellung)

Im Museum „Museo del Novecento“ (Gallery of Modern Art) in Florenz wird die o.g. Ausstellung zum Monte Verità bis zum 10.4.22 gezeigt. Mehr Infos auch zur Gestaltung der Ausstellung unter dem angegebenen Link.
(Vor Besuch bitte nach Corona-Regeln erkundigen.)

 

7 vs. Wild aus Preppersicht

Die sechste von 16 Folgen ist gestern abend gelaufen und hat die „Fanbase“ mit einem riesigen Cliffhanger zurückgelassen: Einer der verbliebenen fünf Männer ruft offenbar mitten in der Nacht das Rettungsteam an und scheidet damit aus. Oder war es doch der bereits ausgeschiedene Niklas, der sich nun endgültig abholen läßt? Mein Tip ist eher: Bommel.
Aber noch etwas anderes ist mir durch den Kopf gegangen: Einer hat ja schon die 10000€ gewonnen – es gibt einen Sieger. In den aktuellen Livestreams empfinde ich Fritz so vom Bauchgefühl her nicht als diesen Sieger. Könnte es auch sein, daß Fritz ausgeschieden ist? Und was war die titelgebende „folgenschwere Abgabe“? Das wird ja in der so betitelten Folge in keiner Weise aufgelöst. „7 vs. Wild aus Preppersicht“ weiterlesen

Mein Camino 2015 – Reflektion (CF45)

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In diesem langen Beitrag resümiere ich meinen Camino Francés 2015, dessen Bericht hier zu Ende geht. 

Rückkehr aus Santiago, 1 Uhr am Morgen: Ich zog meine Kleidung aus, entleerte den Rucksack in der Garage und gab alles gleich in die Waschmaschine. Schlafsack, Bauchtasche, Regenhose, Handyhülle und weitere kleine Dinge wanderten sofort in die Tiefkühltruhe. Ich hatte meine Frau vorab gebeten, ein ganzes Fach freizuräumen, um die Dinge ein paar Tage darin lagern zu können, denn nicht nur Hitze über 60°C tötet Bettwanzen und ihren Nachwuchs, auch Minusgrade tun es. „Mein Camino 2015 – Reflektion (CF45)“ weiterlesen

Santiago de Compostela – Rückreise, Abschluß (CF44)

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VORMITTAG

Der 17. Oktober, Samstag, war nun da, mein Abreisetag. Ich packte meinen Rucksack, duschte, schleppte dann alles nach unten zum Empfang, wo der Hospitalero die Sachen bis zum Nachmittag aufbewahren würde. Im Kathedralen-Büro sagte man mir, es gebe heute keine Führungen mehr aufs Dach in englischer Sprache. Ich hätte bei solchen in spanisch mitgehen können, dachte aber, daß ich viele Fachvokabeln wohl nicht verstehen würde. Also erst einmal zum Frühstück, wieder bei Barbantes.
Danach machte ich einen langen Spaziergang durch die Stadt: östlich an der Kathedrale vorbei, an der Azabachería neben dem Café Literarios. Diese Geschäfte verkaufen Schmuck aus Gagat, einem fossilen Holz im Übergangsstadium von der Braun- zur Steinkohle. Seit dem Mittelalter wurde das tiefschwarze Material für Trauerschmuck und Rosenkränze verwendet. Hier in Santiago sieht man ganz viel (und zum Teil sehr teuren) Schmuck aus „azabache“. „Santiago de Compostela – Rückreise, Abschluß (CF44)“ weiterlesen

Santiago de Compostela (CF43)

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Ich schlief sehr schlecht, hatte wilde und absurde Träume, die auch ungelöste Probleme und alte Verletzungen hochkommen ließen. Nach dem Aufwachen hörte ich Hape Kerkelings Hörbuch bis kurz vors Ende, duschte dann und ging an der Kathedrale vorbei, um zu frühstücken. Bacon and Eggs mit Café Americano gönnte ich mir in der Casa Barbantes. „Santiago de Compostela (CF43)“ weiterlesen

O Pedrouzu bis Santiago de Compostela (CF42)

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Am nächsten Morgen, Mittwoch, als ich aufstehen wollte, war es stockdunkel im Zimmer und im Haus: die Sicherung war herausgesprungen. Ich packte im Schein meiner Stirnlampe zusammen und merkte, als ich mir zum letzten Mal meine Trekkingstiefel anzog und schnürte, daß mir ein dicker Kloß im Hals steckte. „Was wird das für ein Tag?“, sprach ich sehr bewegt aufs Memo.

Bennett (2013): „The walk was almost over (…) this whole episode in my life would come to an end. It wasn’t just four or five weeks of walking that would end, it was more than two years of anticipation and planning and dreaming that would no longer occupy my life.“  „O Pedrouzu bis Santiago de Compostela (CF42)“ weiterlesen

Arzúa bis O Pedrouzu (CF41)

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Für den heutigen letzten „richtigen“ Wandertag war eine kleine Etappe von 19 Kilometern geplant. Unsere gesamte Planung war um einen Tag korrigiert worden, eventuell hatten wir uns beim früheren Planen vertan: heute war Dienstag, morgen, Mittwoch, würden wir in Santiago ankommen. Donnerstag würden Peter und Shelley noch da sein. Letztere flog am Freitagmorgen via Rom nach Hause. Peter mußte am frühen Samstagmorgen schon zum Flieger. Nur ich bliebe dann übrig, mein Rückflug ging am frühen Samstagabend…

Wir starteten relativ spät, nahmen noch ein Frühstück in einer überfüllten Bar in Arzúa mit, dann ging es über viele Asphaltwege in Richtung O Pedrouzu. Dafür hatten wir Sonne und blauen Himmel, um die 22°C. Heute gingen wir eher schweigend, jeder hing seinen Gedanken nach. Gelegentlich durchquerten wir Eukalyptuswäldchen, dann führte mal wieder ein Hohlweg an einer Weide vorbei. „Arzúa bis O Pedrouzu (CF41)“ weiterlesen

Ponte Campaña bis Arzúa (CF40)

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Es gibt Leute, die sich noch 50 Kilometer vor Santiago morgens einen Wecker für 6 Uhr stellen! Dadurch wurden Shelley und ich ebenfalls wach und so brachen wir wieder einmal früh auf. Es war bald Mitte Oktober und bis 8 Uhr blieb es mittlerweile „stockenduster“. Es fiel ein leichter Regen; wir zogen unsere Regensachen drüber. In O Leboreiro machten wir kurz Pause für einen Kaffee und ein Mini-Frühstück. „Ponte Campaña bis Arzúa (CF40)“ weiterlesen

Der letzte Mönch von Tibhirine ist tot…

Mit dem Namen Tibhirine verbinden Menschen, die über das Schicksal der sieben Trappistenmönche in Algerien gelesen haben, eine Tragödie. Alternativ mag mancher auch den außerordentlich sehenswerten Film „Von Menschen und Göttern“ kennen, der die Ereignisse im Kloster Notre-Dame de l’Atlas im Jahre 1996 nachzeichnet, das von der Gründung im Jahre 1938 bis zur Aufgabe 1996 eine wechselvolle Geschichte hatte.
Im Rahmen des 1991 begonnenen Algerischen Bürgerkriegs wurden sieben Mönche (von 9 anwesenden) am 26.3.96 von Bewaffneten der Groupe Islamique Armé entführt. Die sieben Geistlichen wurden ermordet; am 30. Mai 96 wurden ihre Köpfe, nicht aber ihre Körper gefunden. Bis heute ist unklar, ob möglicherweise die algerische Regierung hinter den Morden steht. Domradio erinnerte im vergangenen Mai an die Auffindung vor 25 Jahren.

Zwei überlebende Mönche übersiedelten ins marokkanische Fès, später ins Kloster Midelt, darunter Jean-Pierre Schumacher aus Lothringen, der nun im Alter von 97 Jahren als letzter der neun Mönche von Tibhirine verstorben ist.

Neben dem o.g.  Film empfehle ich wärmstens das Buch von Freddy Derwahl, „Der letzte Mönch von Tibhirine“, ja, im Grunde alle Bücher von Derwahl… 🙂
Der Autor beschreibt seine Kontakte mit Frère Jean-Pierre, den anderen Menschen im kleinen Kloster Midelt sowie seine Eindrücke, die er in Tagebuchnotizen festhielt.
Ostern 1994 schrieb Derwahl vor dem Hintergrund des Osterfestes im Wüstenkloster:

Wenn die Stunde gekommen ist, werde ich als Bettler vor Gott treten, mit leeren Händen, bedeckt mit Wunden. Wir gehen zu Ihm in der Armut, dem Scheitern und dem Tod... Trotz des Versagens im Leben ist es eine Gnade, geboren zu werden, denn auf dem Grunde des Bösen ist jemand. Das Geheimnis des Lebens ist 'Lieben'.

Gonzar bis Ponte Campaña (CF39)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

In dieser Nacht waren es nicht nur die vielen Schnarcher, die nervten, sondern auch die laute Tür zur Toilette. Etliche Leute mußten nachts raus – ich auch, und das Herabsteigen vom oberen Bett war im Dunkeln gar nicht so einfach. Das Gefühl, dann nachher wieder im gemütlichen Schlafsack zu liegen, war einfach göttlich – bis der Nächste anfing zu schnarchen. Im Audio-Memo sprach ich davon, daß dies wohl die „schnarchintensivste“ Nacht meines Caminos gewesen sei. Trotzdem schlief ich relativ gut (und schnarchte?). „Gonzar bis Ponte Campaña (CF39)“ weiterlesen