Dokumente zur Geschichte der Lebensreform

Das Schweizerische Sozialarchiv hat in Form der Sammlung Peter F. Kopp Dokumente zur Lebensreform archiviert. Beim Reiter „Aktenserien“ habe ich nicht genauer geschaut, was online einsehbar ist. Aber man kann sich drei Filme ansehen, die sich für den Interessierten lohnen:

  1. ons zeigt: Neu Hellas – I. Weltsporttreffen und V. Intern. Kongreß der FKK 1939 / das lichtheim – die neue zeit
  2. Naturisten-Gelände Thielle, ca. 1970
  3. die neue zeit – der 70er Jahre – ein querschnitt von ch. fankhauser

Ausstellung: Hellerau – Ort der Moderne

Das Zentrum für Baukultur Sachsen kuratiert eine Ausstellung zur „Gartenstadt Hellerau“ mit Fokus auf den Jahren 1908 bis 1914. Die Ausstellung fällt in die Zeit der seit 2012 laufenden Bewerbung zur Anerkennung des Siedlungsprojektes als UNESCO-Weltkulturerbe.

Besucht werden kann die Ausstellung im Zentrum für Baukultur in Dresden vom 9.9.22 bis 22.10.22, jeweils Die. bis Sa. 13-18 Uhr.

Ausstellungen zum Thema Wasser

Das Museum Wiesbaden zeigt zwei Sonderausstellungen, die sich mit dem Thema Wasser befassen. „Vom Wert des Wassers – alles im Fluß?“ – In dieser Ausstellung geht es um das Leben an und mit Gewässern, um entsprechende Ökosysteme und auch deren Schutz. Sie ist bis 5.2.23 zu sehen.
In „Wasser im Jugendstil“ geht es um Wasser als Inspirationsquelle für Künstler. Zu sehen bist 23.10.23.

Die Veränderung vorankriegen (BR)

Der Bayerische Rundfunk hat eine Diskussionsrunde „Pro-Gendern“ („Diversity Talk“) gesendet, wonach das jugendliche Zielpublikum online abstimmen durfte. „Dummerweise“ fand eine deutliche Mehrheit das Gendern weiterhin doof.

Wichtig ist aber die Reaktion der Moderatorin hierauf, die in vielen Videoschnipseln im Netz nicht komplett wiedergegeben ist, wie hier bei Reitschuster. Bei Tamara Wernli hingegen ist alles mit drauf.

Zunächst interpretiert die Moderatorin so, daß sie sagt, das Abstimmungsergebnis sei ein „Aufruf“, eine solche Veranstaltung im nächsten Jahr zu wiederholen. „Die Veränderung vorankriegen (BR)“ weiterlesen

Vegetarianer (Roman)

Im Picus-Verlag ist im März der Roman „Vegetarianer“ von Felix Kucher erschienen, der sich mit einer der Ikonen der Lebensreform-Bewegung befaßt, dem Maler Karl Wilhelm Diefenbach. Der Verlag bewirbt das Buch so:

„Er ist einer der schillerndsten Vertreter der Lebensreformbewegung im späten 19. Jahrhundert: Der Maler Karl Wilhelm Diefenbach predigt seine Heilslehre von Rohkosternährung, Nacktkörperkultur und freier Liebe als viel geschmähter »Kohlrabiapostel« auf Münchens Straßen. Dass er selbst von wiederkehrenden heftigen Magen- und Gliederschmerzen geplagt wird, schwächt weder seine Überzeugung noch seine Ablehnung der konventionellen Medizin. Zu gesundheitlichen gesellen sich regelmäßig finanzielle Nöte, die der begabte Maler durch Auftragsarbeiten immer wieder knapp abwenden kann. In einem verlassenen Steinbruch in der Nähe von München gründet er in den 1880er Jahren eine Kommune, doch damit beginnen seine Probleme erst richtig …“

Das gebundene Buch ist für 24€ erhältlich.

Eine kurze Besprechung des Buchs findet sich z.B. bei Puls24.

Lebensreform-Tagung in Essen

Von Freitag, 6.5., auf Samstag 7.5.22 findet im Essener Museum Folkwang eine Tagung zum Thema Körper – Industrie – Utopie / Sammeln in der Lebensreform statt, die in Kooperation mit der Goethe-Uni Frankfurt a.M. und der Uni Köln angeboten wird.

Im Infotext heißt es, die Tagung widme sich einflußreichen Privatsammlern: Als wohlhabende Unterstützer:innen von Künstlerkolonien und Multiplikatoren der reformbewegerischen Ideen legten sie herausragende private Kunstsammlungen an.

Wie bei allen Terminangaben hier: bitte auf Anmeldefristen und Covid-Regelungen achten.

Online-Tagung Lebensreform

Online-Tagung (per Zoom) Lebensreform der Universität Freiburg am 4. und 5. März 2022 zu den Unterthemen: „Transfer und Verflechtung“, „Gender, Sexualitäten und Missbrauch“, „Kolonialismus und postkoloniale Perspektive“, „Pandemie, Protest und Gesundheitspolitik“

 

Teutsche Fressefreiheit

Es ist soviel los dieser Tage: entweder ich komme vor Arbeit nicht zu Freizeit i.S. von Blogbeiträgen, weil ich dann eher mit den gesamten Staffeln von Game of Thrones entspanne, oder ich muß mich aktiv zurückhalten, um aus diesem Blog keine politische Kommentarmaschine zu machen.

Aber immer geht das nicht. Da steht Frau Baerbock in Moskau und spricht über die deutsche Fressefreiheit, Verzeihung, sie korrigierte sich ja selbst, die Pressefreiheit. Damit sei gemeint: keine staatliche Einmischung. „Teutsche Fressefreiheit“ weiterlesen