Monte Verità – Back to Nature (Ausstellung)

Im Museum „Museo del Novecento“ (Gallery of Modern Art) in Florenz wird die o.g. Ausstellung zum Monte Verità bis zum 10.4.22 gezeigt. Mehr Infos auch zur Gestaltung der Ausstellung unter dem angegebenen Link.
(Vor Besuch bitte nach Corona-Regeln erkundigen.)

 

Der letzte Mönch von Tibhirine ist tot…

Mit dem Namen Tibhirine verbinden Menschen, die über das Schicksal der sieben Trappistenmönche in Algerien gelesen haben, eine Tragödie. Alternativ mag mancher auch den außerordentlich sehenswerten Film „Von Menschen und Göttern“ kennen, der die Ereignisse im Kloster Notre-Dame de l’Atlas im Jahre 1996 nachzeichnet, das von der Gründung im Jahre 1938 bis zur Aufgabe 1996 eine wechselvolle Geschichte hatte.
Im Rahmen des 1991 begonnenen Algerischen Bürgerkriegs wurden sieben Mönche (von 9 anwesenden) am 26.3.96 von Bewaffneten der Groupe Islamique Armé entführt. Die sieben Geistlichen wurden ermordet; am 30. Mai 96 wurden ihre Köpfe, nicht aber ihre Körper gefunden. Bis heute ist unklar, ob möglicherweise die algerische Regierung hinter den Morden steht. Domradio erinnerte im vergangenen Mai an die Auffindung vor 25 Jahren.

Zwei überlebende Mönche übersiedelten ins marokkanische Fès, später ins Kloster Midelt, darunter Jean-Pierre Schumacher aus Lothringen, der nun im Alter von 97 Jahren als letzter der neun Mönche von Tibhirine verstorben ist.

Neben dem o.g.  Film empfehle ich wärmstens das Buch von Freddy Derwahl, „Der letzte Mönch von Tibhirine“, ja, im Grunde alle Bücher von Derwahl… 🙂
Der Autor beschreibt seine Kontakte mit Frère Jean-Pierre, den anderen Menschen im kleinen Kloster Midelt sowie seine Eindrücke, die er in Tagebuchnotizen festhielt.
Ostern 1994 schrieb Derwahl vor dem Hintergrund des Osterfestes im Wüstenkloster:

Wenn die Stunde gekommen ist, werde ich als Bettler vor Gott treten, mit leeren Händen, bedeckt mit Wunden. Wir gehen zu Ihm in der Armut, dem Scheitern und dem Tod... Trotz des Versagens im Leben ist es eine Gnade, geboren zu werden, denn auf dem Grunde des Bösen ist jemand. Das Geheimnis des Lebens ist 'Lieben'.

Mein Arbeitsplatz

Fidus stand – ich habe es hier schon mal geschrieben – ganz am Anfang meiner Beschäftigung mit der Lebensreform. Die „bildenden Künste“ sind nicht so mein Thema, aber Fidus „packte“ mich mit seiner Kunst. Über das Fidus-Buch von Frecot, Geist und Kerbs kam ich in den 90ern zum Thema Lebensreform.
Zwei seiner Werke schmücken meinen Arbeitsplatz, zum einen „Zur Brautinsel“, hier kurz mit Bild erwähnt, und – ja… mir fällt der Titel des links zu sehenden Bildes nicht mehr ein und ich finde es nicht in der Publikation Fidusbilder. Hm… Wer den Namen des Bildes kennt, könnte mir bitte einen Kommentar hinterlassen.

Mir kam der Gedanke, diesen Arbeitsplatz einmal zu fotografieren und hier einzustellen.

Man sieht auf dem untenstehenden Bild zunächst links das große Poster der Monte-Verità-Ausstellung aus Berlin vom Jahre 1979. Rechts daneben – mittig – die beiden Fidus-Bilder, darüber meine Jakobsweg-Urkunde, die „Compostela“ (rechts) und die Urkunde aus Fisterra (links).
Unten ist der auf Teresa von Avila zurückgehende Gebetstext „Nada te turbe“ zu sehen, rechts daneben ein Ausschnitt aus einer Spanienkarte, in die alle Jakobswege in diesem Land eingezeichnet sind.

Nada te turbe
Nada te espante
Todo se pasa  
Dios no se muda 
La paciencia todo lo alcanza
Quien a Dios tiene  
Nada le falta   
Solo Dios basta 

(Teresa de Jesús)

 

Hoaxilla Podcast: Lebensreform

Ich höre gerne Podcasts, kenne auch Namen bekannter Podcasts, die ich selbst nicht abonniert habe, aber über „Hoaxilla“ bin ich nun erstmalig gestolpert. Es ist ein Projekt aus skeptischer Sicht zum Thema „urban legends“, Mythen und Verschwörungstheorien in Kultur, Medien, Wissenschaft. Betrieben wird er von Alexa und Alexander, einer Ethnologin und einem Psychologen aus Hamburg (mehr Hintergrund bei der Wikipedia).

In Folge 287 befaßt man sich mit der Lebensreformbewegung. Dazu hat man sich den Historiker Ralf Grabuschnig eingeladen, mit dem man wohl früher bereits zu Themen aus dem Bereich Rechtsextremismus und Populismus kooperiert hatte (und der einen eigenen Podcast mit dem Titel „Déjà-Vu Geschichte“ betreibt, wo der Podcast nun ebenfalls online ist). „Hoaxilla Podcast: Lebensreform“ weiterlesen

Zeit der Aussteiger (Buch)

Andreas Schwab ist kein unbekannter Name im Rahmen des Themas Lebensreform. Er war u.a. verantwortlich für die letztjährige Ausstellung „Lebe besser!“ in Bern, die von Corona in „Mitleidenschaft“ gezogen wurde. Von 2001 stammt das vom ihm mitherausgegebene Buch „Sinnsuche und Sonnenbad“, das sich mit „Experimenten in Kunst und Leben auf dem Monte Verità“ befaßt.

Neu erschienen ist im Sommer d.J. „Zeit der Aussteiger„, das ich noch nicht besitze bzw. gelesen habe. Hier eine Info aus der Beschreibung via Amazon:

„Elf Künstlerinnen und Schriftsteller, darunter Truman Capote und Arthur Schnitzler, die Tänzerin Charlotte Bara und Alma Mahler-Werfel, führen uns zu den zehn bedeutendsten Künstlerkolonien. Wir tauchen ein in die besondere Atmosphäre von Barbizon, Worpswede, Capri oder Taormina und ziehen mit einer dort lebenden Person dann weiter in die nächste Gegenwelt – bis wir am Schluss auf dem Monte Verità in Ascona angelangen. Der Schweizer Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab zeigt in einem farbigen Reigen, wie sich fernab der Ballungszentren neue Lebensstile entwickelten, lange bevor sie sich in der Gesellschaft durchzusetzen begannen.“

Eventi Letterari 2021

Ich habe in den letzten Jahren auf das Literaturfestival auf dem Monte Verità hingewiesen, erstmalig wohl 2013. Da ich mich nie intensiver damit befaßt habe, auch heute nur kurz der Hinweis auf das aktuelle Festival ab 11.11.2021 mit dem Fokus auf dem Schriftsteller Dante Alighieri unter dem Titel „Another Life“, der auch auf das Leben „nach der Pandemie“ anspielt. Weitere Infos auf der Homepage.

Totgesagte leben länger (FKK)

In Berlin, so ein Artikel von Xenia Balzereit für tipBerlin, boomt die totgesagte Freikörperkultur – ein sehr lesenswerter Artikel!

Die Autorin stellt mehrere Formen vor, wie und wo FKK gelebt wird. Da ist der nach wie vor existierende Familiensportverein Adolf Koch, der auf den bekannten Lebensreformer zurückgeht, s. diesen Beitrag über Kochs Buch. Aber auch FKK-WGs haben sich etabliert, in denen man nackt miteinander lebt. Doch gibt es auch After-Hour-Partys oder sonstige Feiern, bei denen Nacktheit „sexpositiv“ stattfindet, so Balzereit. Da darf mehr „gehen“ als nur Nacktheit.

Mehr verrate ich nicht zum Artikel – bitte selbst lesen. 😉

Google wünscht Buen Camino!

Google hat in Kooperation mit der galizischen Regierung ein Camino-Projekt online erstellt, das in Kultur, Natur, Community – und natürlich – das Pilgern einführt. Ein bunter Leitfaden aus dem Google-Bereich „Arts and Culture“ für potentielle Pilger, aber auch zum Schwelgen in Erinnerungen an frühere Pilgerreisen.

Ausstellung Badekultur

Im Museum Gradierwerk in Bad Salzungen wird von August bis Mitte Oktober 2021 eine Ausstellung zum Thema Badekultur in Ost und West gezeigt, die in Kooperation mit der Römertherme Köln-Zülpich entwickelt wurde.
Info des Museums / Info des MDR