Corona-Finale: Impfzwang und Berufsverbot?

Als ich das erste Mal hier im Blog das Coronavirus erwähnt habe, war das in einem Artikel, in dem ich eher mit einem Schmunzeln auf die Frage einging, wie wohl die historischen Lebensreformer mit der Herausforderung „Corona“ umgegangen wären. Alles hat sich geändert, und ich muß gestehen, daß ich eine (privat) düstere Prognose für 2021 habe. Der erste Lockdown war bereits unnötig, da die Pandemie im März schon vorbei war – sagt Prof. Bhakdi, dem man das glauben kann oder eben nicht. Wer beim Zweiten, dem „Lockdown light“ im November, noch dachte, das werde wirklich begrenzt und „Weihnachten ist alles gut“, dem kann ich nur eine schon fahrlässige Gutgläubigkeit attestieren, so auf Fußballerniveau.

Nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat es eine übergriffigere Regierung gegeben. Gerade in den Diskussionen zu den bevorstehenden Impfungen – bei völliger Gewißheit, daß ein Impfzwang mindestens „durch die Hintertür“ kommen wird – ist klar, daß hier ein gesundheitspolitischer Totalitarismus gefahren wird, der für mich in diesem Ausmaß in diesem Land bis zum Februar 2020 unvorstellbar gewesen ist. Wie kann man, so frage ich mich täglich, vor einem Grippevirus so in einen Hygiene- und Separationswahn verfallen, der hingeht bis zu nächtlichen Ausgangssperren (!) in einigen Städten im Südwesten? Was kommt als nächstes? Kriegsrecht? GRIPPEVIRUS; wir reden von einem Virus aus einer Familie von Viren, mit denen sich die Menschheit durchaus schon ein wenig länger dieselbe Evolution teilt.

Täglich werden unschöne Dinge bekannt: Über Spahns Connections in die Pharmabranche kann man bei der LobbyPedia nachlesen; Laschets Sohn scheint am Maskenverkauf zu verdienen; Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten sollen einen „Corona-Bonus“ von bis zu 600€ steuerfrei erhalten; Gates zahlte 50 Millionen Euro an just jene Firma, die nun den Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt (und deren Name meist vor den anderen beiden genannt wird); der Gründer jener Firma ist nun dank „Corona“ Multi-Millionär. Aber das ist letztlich nur „more of the same“.

Aufregen muß man sich über die Grundrechtseinschränkungen, über den generellen Umgang mit einer Grippeerkrankung, die ich kaum in richtige Worte fassen kann. Fassungslos – das bin ich oft, wenn ich wieder etwas neues höre, wenn ich über die Gängelei der Kinder in den Schulen lese, wenn ich sehe, wie sich Hilfssherrifs in der Bevölkerung finden, die Sprachrohr von Mutti M. sind. Fassungslos stehe ich da und frage mich: Habt ihr die anderen Grippewellen nicht mitbekommen? Hat sich jeder von euch impfen lassen? Warum gebt ihr die persönliche Freiheit und Integrität so leichtfertig auf, wenn man euch vormachen will, hier sei eine extreme Zombie-Seuche am Werk. Wenn ich die Werbung für T-Shirts sehe („Ich wollte ZOMBIES, bekam aber nur ein lausiges Grippevirus.“), dann bleibt mir das Lachen im Hals stecken.

Neben die Fassungslosigkeit stellt sich das Empfinden, in völlig surrealen Umständen zu leben. Warum steht „das Volk“ nicht auf? Warum bringen nur die Franzosen fast eine halbe Million Menschen in Paris auf, während man in Deutschland die Querdenker pauschal in die rechte Ecke stellt? Die Lösung für Deutschland wäre doch ganz klar: Generalstreik – vom kleinsten Mini-Jobber hoch in die Chefetagen. Arbeitsverweigerung, bis die Gesetzesänderung gekippt wird. Leider mit meinen Mitmenschen hier nicht zu machen.

Bislang wurde ja nur „von oben“ verordnet und von den Ordnungsämtern vor Ort überprüft. Doch wie geht es weiter? Was ist, wenn eine Impfpflicht für alle kommt? Wie wird der Staat gegen die Verweigerer vorgehen? Wie die Polizei aktuell im Dannenröder Forst vorgeht, kann man sich z.B. beim YouTuber „Bewegungsgärtner“ anschauen. In diesem Video beschreibt er, wie er als Journalist an einer Soli-Veranstaltung teilnehmen wollte, aber mehrfach von Polizisten schikaniert wurde, obwohl er kooperativ war und einen Presseausweis mitführte. Das könnte auch jedem Impfverweigerer so passieren, wenn der Staat auf die Idee kommt, alle müssen geimpft werden. Wozu braucht man solche riesigen Impfzentren, wenn man das als freiwillig deklarieren will? Kommt wieder die Zeit, in der Nachbarn morgens mit Zwang aus ihren Häusern geholt und abtransportiert werden?

Und dann reden wir auch über berufliche Nachteile, ja, eine Art Berufsverbot durch die Hintertür. Welches Krankenhaus, welches Pflegeheim wird mich im März ohne Impfausweis reinlassen? Ich stehe hier vor Entwicklungen, die ich so nicht auf dem Schirm hatte. Als Selbständiger bin ich durch die Lockdowns mit gleichbleibendem Verdienst gekommen, aber nun könnte es sein, daß ich in eine existenzielle Bedrohung rutsche – mit all den inneren Kämpfen, die ich mit mir auszutragen habe.

Manches mußte ich jetzt bereits ändern, um für mich „Wohlbefinden“ in der Krise sicherstellen zu können. So habe ich beschlossen, weder beruflich, noch privat an Videokonferenzen teilzunehmen. Wer mit mir sprechen will, kann mich jederzeit persönlich treffen. Weiterhin nehme ich beruflich an keinen Terminen mit drei und mehr Haushalten teil: wenn ich das privat untersagt bekomme, muß ich das auch beruflich nicht leisten. Zum Verarschen lassen gehört immer auch diese rezeptive Seite.

Kraft gibt mir der Glaube und das bevorstehende Weihnachtsfest – auch wenn ich mich zunehmend mit Gott alleine und von den Kirchenvertretern verlassen fühle. Aber das ist eine andere Geschichte.
Dennoch: das Fest will ich mir nicht vermasseln lassen. Es kommt, wie es kommt; in irgendeiner Form wird es weitergehen.

Ein Gedanke zu „Corona-Finale: Impfzwang und Berufsverbot?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.