Covid-19 – revisited

Fünfmal habe ich mich im vergangenen Jahr zum Thema „Corona“ hier im Blog zu Wort gemeldet. Wir sind nun fast ein halbes Jahr weiter – kurzer Rück- und Ausblick:

Zunächst ging ich eher jovial auf die Frage ein, wie die historischen Lebensreformer wohl auf Corona reagiert hätten. Für sie wäre die "Alltagsmaske" wohl Reformkleidung gewesen. 
Der nächste Beitrag war dysphorischer: 2020 fühlte sich wie ein verlorenes Jahr an, und mir fehlte die Perspektive: Wann "geht" Covid-19 wieder? Was kommt dann? 
Deutlicher wurde ich im dritten Beitrag. In diesem Land fühlt es sich nach Meinungsdiktatur an. Mittels Lockdown soll Gehorsam antrainiert werden, was beim deutschen Untertanengeist einfach sein dürfte. 
Darauf thematisierte ich, wie die Wut zur Angst wird, wie sich die Frage nach einem Impfzwang in den Vordergrund stellte. Wie würde ich in meinem Berufsfeld weiterarbeiten können, wenn ein Impfzwang käme? Das Gefühl, "das ist nicht mehr mein Deutschland", überwog. 
Letztlich sprach ich von surrealen Umständen, von Fassungslosigkeit angesichts dessen, was ich beobachten konnte. Ich fragte überspitzt, ob wieder die Zeiten kämen, in denen morgens früh anonyme dunkle Autos Nachbarn "abholten", um sie zur Zwangsimpfung zu fahren.

Lange Zeit habe ich auf einem Facebook-Account diese Dinge thematisiert, „aufklärende“ Artikel und Videos verlinkt und oft auch einen launischen oder genervten Kommentar „hingerotzt“. Das war unsinnig; ich habe den Account gelöscht.
Danach habe ich für mich begonnen, ein „Corona-Dokument“ zu schreiben, also alles festzuhalten, was mir wichtig erscheint, schön mit Belegstellen in den Fußnoten. Das habe ich Mitte Mai eingestellt, weil der Aufwand mein Interesse am Thema überschritt.

Nach wie vor bin ich nicht geimpft und werde mich nicht freiwillig impfen lassen. Mein Onkel hat gerade schwere Impfnebenwirkungen nach der zweiten Impfung mit BioNTech hinter sich…
Abgegangen bin ich von der strikten Testverweigerung. Ich mußte im Mai ein zwingendes persönliches Gespräch in einer Einrichtung führen, also vorab zum Test, der keine vier Minuten benötigte. Mit Ariernachw* äh – negativer Testbescheinigung kam ich dann problemlos rein – und konnte mich den ganzen Tag über daran erfreuen, zu „DEN GUTEN“ zu gehören.

Kurz und gut: Alltag und Arbeit laufen weiter, die Zukunftsangst von Dezember war möglicherweise auch jahreszeitlich unterfüttert.
ABER: die Kritik an der Regierung, am Corona-Mißmanagement, an der Inzidenzwert-Farce bleibt voll gültig. Und das „Cui Bono“ – wem nützen all diese Maßnahmen? – bleibt ungeklärt.

Ein Gedanke zu „Covid-19 – revisited“

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