Ein Tropfen in den Meeren dieser Welt

… das ist ein Bild, das mich an den verstorbenen Mystiker, Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger erinnert: eine einzige Welle im großen Ozean sein zu dürfen. Die Welle ist dabei der Ozean, und der Ozean ist die Welle. Es gibt da keine Trennung. So ist die Welle auch mein Ich, der Ozean Gott.

Als meine Frau und ich uns neulich eine große Weltkarte gekauft haben, um per Pin-Nadeln abstecken zu können, wo jeder schon mal war, wo wir schon mal gemeinsam waren und wo wir (oder jeder allein) noch hin möchte(n), da ging mir der Gedanke durch den Kopf: in welchen Meeren bist du eigentlich schon geschwommen?

Flugs habe ich eine Liste erstellt, die gleich mit einem großen Fehler begann: Nordsee. Nö, ich bin tatsächlich noch nie in der Nordsee geschwommen, weil ich zu Zeiten der Urlaube mit meinen Eltern noch nicht schwimmen konnte. Wenn ich also wirklich Schwimmen – und nicht Baden / Spielen – meine, dann ist die Nordsee immer noch „raus“.

Dafür beginnt meine Liste dann aber gleich großspurig:

  • 1984 – Florida – der Atlantik bei Cape Canaveral, der Golf von Mexiko an der Westküste bei Sanibel Island und auch die Karibik bei einem einwöchigen Aufenthalt in New Providence auf den Bahamas.

Dann kam ein langer Sprung nach 2010. Doch – halt! – was war mit Schweden? Ich mußte nachdenken, aber nein, ich war da nicht im Meer schwimmen, nur in Seen. Das waren mehrere Urlaube in den 1990ern.

  • 2010 – Zingst – die Ostsee mit ihren gerade mal 17°C Wassertemperatur.
  • 2015 – Rügen – Ostsee rev.

Doch dann kam Bewegung in die Sache mit dem 2013er Urlaub in Kroatien und meiner aufgeflammten Begeisterung für das Mittelmeer.

  • 2013 – Istrien (Hawaii Beach, Cisterna Strand) – Adriatisches Meer
  • 2016 – Costa Blanca – Balearisches Meer
  • 2021 – Istrien (Pličina Strand)
  • 2021 – Ligurien – Ligurisches Meer
  • 2022 – Kreta – Kretisches Meer an der Nord-, Libysches Meer an der Südküste

Zwischendrin zweimal Atlantik – 2016 Fuerteventura / 2018 Teneriffa.

Und nicht zu vergessen, das „galiläische Meer„, der See Genezareth, und das Tote Meer beim 2019er Besuch in Israel.

Stand Spätsommer 2022: da fehlt ja noch einiges zu den „Sieben Meeren„. Aber das ist nicht schlimm, und es ist ja kein Wettlauf. Mich zieht es z.B. kaum nach Australien oder Neuseeland, so daß ich möglicherweise nie im Pazifik schwimmen werde (und im Nordpolarmeer auch nicht for that matter).

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