Fasten 4 – Zweiter, dritter Fastentag

Aufpassen! Das sind die Zweifeltage, das sind die Abbruchtage! Bei mir sind regelmäßig die körperlichen Beschwerden (Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost) an diesen beiden Tagen am intensivsten. Es kann ein massives Hungergefühl auftreten. Der Körper schreit den Geist an: Sorge für mich, gib mir Essen!

Achtung im Straßenverkehr und an Maschinen: Die Reaktionszeit kann verlangsamt sein. Am besten nicht am Verkehr teilnehmen und in Urlaubszeiten fasten.

Oft fängt es mit kalten Füßen an, es steigert sich zu einem allgemeinen Kältegefühl, das auch – gerade bei (beruflichem) Streß – bis zu Schüttelfrost gehen kann. Abhilfe: Warmhalten, hinlegen, Pause.
Wer Autogenes Training kann: hier sei auf die Wärmeübung hingewiesen – hilfreich!
Sollte es kritisch werden: Schüttelfrost, Herzrasen, Schlappheit, dann kann ein lauwarmes (nicht heißes!) Bad helfen; ich nutze gern die Original-Kneipp Aroma-Sprudelbäder. Und natürlich der Rat: wenn es nicht mehr geht oder bedrohlich wird: Arzt kontaktieren.

Herzklopfen oder -rasen ist normal. Der Körper muß sich auf den abgesunkenen Blutdruck einstellen. Der richtige Wechsel aus Ruhe und Sport hilft.

Ganz wichtig: Sich auf die „guten Fastentage“ – in der Regel ab dem vierten – konzentrieren. Sich einreden, daß es bald besser wird, und daß das Aushalten sich auf jeden Fall lohnen wird.

Wenn es nun doch nicht geht… Wer zu dem Entschluß kommt, abbrechen zu wollen, sollte ganz vorsichtig mit kleinen Mengen anfangen zu essen. Dazu schreibe ich später mehr zum Thema „Aufbautage“. Bloß keine Riesenportion „aus Frust“ herunterschlingen – das wird der Körper übelnehmen.

Ich habe den zweiten Fastentag mit 98,6kg nach einer guten Nacht mit fast drei Stunden Tiefschlaf begonnen – und war erst einmal überrascht. Das sind 3,5kg Unterschied zum Morgen des Vorbereitungstages! Aber es ist normal, daß das Gewicht zu Anfang stark fällt, später langsamer.
Ich war gleich eine Stunde joggen, da ich am ersten Fastentag den Sport ausgelassen hatte. Das lief gut.

Doch dann kamen die oben beschriebenen Probleme, eine starke Mattigkeit, Antriebslosigkeit. Ich war gereizt, sehr lärmempfindlich; Bilder von Essen drängten sich ins Bewußtsein, auch die dazugehörenden Gerüche. Zwischendrin bekam ich leichte Schmerzen im Unterbauch, verbunden mit Stuhldrang. Das sollte eigentlich nach der Darmreinigung gestern nicht sein. Also ein wenig Zeit auf der Toilette verbracht – es kam tatsächlich noch was raus. Also wird die Darmreinigung morgen wichtig.

Am Nachmittag war ich „platt“, wollte mal kurz ausruhen und schlief im Bett gut anderthalb Stunden. Hier trat auch leichter Schüttelfrost auf.
Danach ging es wieder. Am Abend nervten mich leichte Halsschmerzen unklarer Ursache, die ich schon länger habe. Jetzt weiß ich: sie kommen nicht vom Essen oder einer Reflux-Problematik. Mal schauen, ob sie abklingen.
Früh bin ich ins Bett gegangen – 2. Tag geschafft.

Vor dem dritten Tag war mir etwas bang, weil ich vormittags und nachmittags private wie berufliche Termine hatte. Er begann mit einem Gewicht von 97,4kg. Trotz vier Stunden Tiefschlaf war ich am Morgen ziemlich „erschlagen“. Dann ein langer Arzttermin mit meinem Vater, kurze Pause danach.
Der Darm machte mir wieder Sorgen – ich hatte erneute (flüssigen) Stuhlgang und starke Darmaktivität. Deswegen verschob ich die Darmreinigung auf den vierten Fastentag. Unklar ist, ob das durch das Basica-Pulver ausgelöst wird.
Es stellte sich nun auch leichtes Herzklopfen ein, aber der Nachmittag war im Prinzip gut, außer daß ich leicht gereizt war. Psychisch war schon dieser (positive) Tunnel wahrnehmbar, dieses Gleiten durch die Realität, sich nicht ablenken lassen, positiv gestimmt zu sein, ein in Ruhe durch das Leben Navigieren.

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