Fasten 6 – Aufbautage

Die Zahl der Aufbautage bestimmt man als Fastentage dividiert durch 5. Bei meinen sechs Tagen aktuell wären das 1,2 Tage, wobei ich darauf hinweise, daß alle folgenden Tage quasi Aufbautage sind, weil man ja versuchen sollte, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

Man trinkt weiterhin viel! Am Vormittag kann man einen kleinen, geschälten Apfel essen, am Mittag eine dünne Suppe – also ganz leichte Kost. Auch hier gilt wieder: gut und lange kauen, keine großen Brocken herunterschlucken.
Man wird sich an den ersten beiden Aufbautagen etwas matt fühlen, weil der Körper wieder auf Verdauung umstellt. Das ist für mich eine durchgängige Erfahrung beim Fasten.
Man kann dann aufbauen mit einer gekochten Kartoffel mit Quark, Obst, Schwarzbrot, trockener Käse. Ich habe bislang immer am dritten Aufbautag etwas „Richtiges“ gegessen, z.B. ein wenig Putengeschnetzeltes mit Reis.

Angenehm ist, daß man noch lange nach dem Fasten mit viel geringeren Essensmengen zu einem Sättigungsgefühl kommen wird. Das hat sich bei mir immer dann geändert, wenn ich „es“ habe einreißen lassen, also ein oder zwei große Mahlzeiten, danach war der Damm gebrochen… Weiterhin ist angenehm, daß das Essen nach dem Fasten besonders gut schmeckt. Man schmeckt Nuancen raus, die man beim „Herunterschlingen“ nicht mitbekommt. Tip daher: wenig Gewürze und vor allem wenig Salz essen.
Siehe auch meine Ausführungen zum Abnehmen und Essen nach dem Fasten hier.

Darmtätigkeit: Normalerweise nimmt der Darm mit der erneuten Nahrungsaufnahme seine Tätigkeit wieder ganz normal auf. Ich hatte da – insbesondere bei täglicher Bewegung – noch nie Probleme. Sollte der Stuhlgang jedoch auf sich warten lassen, kann man nachhelfen mit Feigen-, Trauben- oder Apfelsaft oder Molke.

Ich begann meinen ersten Aufbautag nach sechs Tagen „Wasserfasten“ mit 94,3kg – das entspricht einem Gewichtsverlust von gut 8kg! Im Rahmen meiner Intervalldiät aß ich am Mittag eine Scheibe Knäckebrot mit vegetarischem Brotaufstrich, ein paar Nüsse und eine eingelegte Gurke; dazu trank ich ein halbes Glas Kefir. Paßte alles und ich war von dieser kleinen Menge satt. Am Nachmittag aß ich einen kleinen Apfel, am Abend ein wenig Gemüsepfanne aus dem Wok mit einer Mini-Portion Lachs. Das funktionierte alles wunderbar, aber dann folgte eine unruhige Nacht mit Nervosität und Herzklopfen.

Der zweite Aufbautag begann mit 94,1kg und einem 5km-Lauf. Ich kann dieses Herzklopfen, das sich beim Laufen als hoher Puls zeigte, so daß ich zeitweise ging, nicht genau einschätzen, aber mit regelmäßigen Mahlzeiten und weiterer Bewegung wird sich das normalisieren. Und: spontaner Stuhlgang an diesem Morgen, auch das wieder „im Lot“.

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