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RIP Willigis Jäger

Ich habe Willigis Jäger nie persönlich kennengelernt. Gestern ertappte ich mich bei dem Gedanken, wie schön es gewesen wäre, ihn tatsächlich gekannt zu haben. Vor Jahren habe ich intensiver auf den Benediktushof geschaut, das Programm studiert und überlegt, dort mal einen Kurs zu belegen. Dazu ist es nie gekommen.

Am Anfang meiner neuen Beschäftigung mit dem Christentum stand vor allem Jäger. Im dritten Teil meiner Texte zum Stichwort Mystik ging es v.a. um ihn. Doch 2018 folgte ein Beitrag, in dem ich klar sagte: heute bin ich weiter weg von Jäger als noch vor Jahren. Für mich hat Willigis Jäger aber doch eine große Aufgabe erfüllt: seine Texte, Ausdruck einer Verbindung katholischen Glaubens und Zen-Haltung, haben als Magnet gewirkt, als für mich die Zeit gekommen war, mich neu auszurichten. Dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

Doch mein Weg wurde etwas traditioneller, führte zurück zur Kirchenmitgliedschaft und auch hin zu den Schweigeexerzitien im Kapuzinerkloster, bei denen die Kontemplation nach Franz Jalics gelehrt wird. Ich bin dabeigeblieben und gerade wieder von 10 Exerzitientagen aus der Steiermark zurückgekehrt.

Somit ist Willigis Jäger bildlich ausgedrückt auch wie eine Schwelle gewesen. Mit seiner Hilfe konnte ich den Schritt gehen, der mich über Hürden hinweg in die richtige Richtung geführt hat. Danach folgte die Emanzipation von seiner Sichtweise auf die Dinge und das Suchen des eigenen Weges. RIP Willigis Jäger!

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