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Nacktwandern

… ist nicht „mein Ding“, aber ich hatte bereits im alten Blog dazu kurz etwas geschrieben, weil es zum hier abgedeckten Themenbereich gehört. Seinerzeit ging es um die Eröffnung des ersten offiziellen Nacktwanderwegs in Deutschland, dem „Harzer Naturistensteig“ (Mai 2010), der über 18km von Wippra nach Dankerode führt. Ein Hinweisschild am Anfang warnt bekleidete Wanderer: „Willst du keine Nackten sehen, darfst hier nicht weitergehen.“

2012 folgte in Niedersachsen der Naturistensteig Undeloh bzw. Naturistenweg Lüneburger Heide, der 16km durch die Lüneburger Heide führt. Die Nacktwanderer dürfen den ausgeschilderten Weg nicht verlassen, allerdings führt der Weg über ca. 1km gemeinsam mit normalen Wanderwegen, so daß Bekleidete auf Unbekleidete treffen können.
Mehr hat sich aber bislang nicht getan, so daß das BerlinJournal nun die Diskussion um den dritten Weg, der im Süden Berlin eröffnet werden sollte. „Sollte“, weil man aus „Angst vor den Nackten“, so die Zeitung, nicht weitergekommen sei.
Geplant war der Nacktwanderweg Trebbin, der vom Trebbiner Ortsteil Kliestow aus zum Fluß Nuthe, an diesem entlang und wieder im Bogen zurück nach Trebbin führen sollte.

Im vergangenen Jahr zeigte der MDR die Doku „Der Nackte Wahnsinn – FKK zwischen Kultur und Kommerz“, aus meiner Sicht nicht unbedingt eine der besseren Dokus. Darin kommen Einwohnter zu Wort, die sich vehement gegen den Trebbiner Wanderweg aussprechen – und der Vorwurf, die Wanderer seien „Exhibitionisten“ bleibt von den Filmemachern unwidersprochen. Beim BerlinJournal kann man das genauer nachlesen – auf jeden Fall kippte nach Ausstrahlung der Doku die eigentlich positive Stimmung.
Nach wie vor ist die Idee nicht tot, selbst der CDU-Bürgermeister steht ihr wohlwollend gegenüber. Bis auf weiteres veranstaltet einer der Befürworter des Weges, Ulfert Hanschur, spezielle, bei der Polizei angemeldete Einzelwanderungen.  Zu ihm kann man noch etwas in der Berliner Zeitung lesen. Wer nach Hanschur auf Google sucht, findet zudem etliche zusätzliche Artikel zum bislang nicht zustandegekommenen Nacktwanderweg Trebbin.

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Versprengte Infos aus 10 Jahren

2013

  • ZEIT-Sonderheft zur Lebensreform „Anders leben„, Artikel (4 Seiten) von Joachim Radkau: Ins Freie, ins Licht!

2011

  • Vom 7.4. bis 26.10.2011 fand in der Wiener Hermesvilla die erste große Diefenbach-Ausstellung Österreichs statt. Titel: Der Prophet – Die Welt des Karl Wilhelm Diefenbach (Info-Flyer)

2010

  • Bis August zeigt das Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum die Ausstellung Nude Visions – 150 Jahre Körperkultur in Fotografie und Malerei. Die damalige Domain zur Ausstellung (www.nude-visions-ausstellung.de) ist zwischenzeitlich zur Erotikseite „mutiert“.
  • Baden an der Pommerschen Bucht: Polnischer Bikini trifft deutsche Badekappe

2009

  • Diefenbach-Ausstellung in der Münchner Villa Stuck: Karl Wilhelm Diefenbach – Lieber sterben, als meine Ideale verleugnen! (Info)

2003

  • Rezension zu Eva Büchi: Als die Moral baden ging, Badeleben am schweizerischen Bodensee- und Rheinufer 1850-1950 unter dem Einfluß der Hygiene und der „Lebensreform“

2002

  • Rezension des Kataloges der Ausstellung ‚Die Lebensreform – Entwürfe zur Neugestaltung von Leben und Kunst um 1900‚ auf der Mathildenhöhe.

2001

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Nude Visions – Ansichten vom Körper

nudevis2010 wurde an verschiedenen Orten die Ausstellung Nude Visions gezeigt:

Münchner Stadtmuseum – 27.05. – 13.09.2009
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg – 29. Januar bis 25. April 2010
Museum der bildenden Künste Leipzig –
29. August bis 7. November 2010
WestLicht/Schauplatz für Fotografie, Wien –
14. Dezember 2010 bis 31. Januar 2011

Der Fokus lag auf der Aktphotographie mit 220 Originalaufnahmen des Münchner Stadtmuseums aus der Zeit von 1845-2005, wodurch eine Geschichte der Aktphotographie entsteht.

Beim Durchblättern des zwischenzeitlich gekauften Ausstellungskatalogs fielen mir etliche bekannte Namen auf, die mich an die Zeit Ende der 1980er bis ca. Mitte der 1990er Jahre erinnerten, als ich mich im Rahmen eines allgemeinen Interesses an der Fotografie speziell für die Aktfotografie interessierte.
Ich wußte noch, daß ich mir etliche Fotokataloge von den Künstlern gekauft hatte, die in meiner favorisierten Fotozeitschrift, Photographie (Weblink nicht mehr online), mit Portfolios vertreten waren, z.B. Helmut Newton oder Jeanloup Sieff, auch Nan Goldins „Ballade von der sexuellen Abhängigkeit“.

buch03Doch bei einem schnellen Durchsuchen des Abstellraums fand ich nebenstehenden Band „Ansichten vom Körper“ – Das Aktfoto von 1839 – 1987 von Michael Köhler (Edition Stemmle). Mit Verwunderung stellte ich fest, daß ich diese Buch „ja auch besitze“ – das war mir entfallen. Es freut mich auch deshalb, weil für bestimmte Werke ziemlich viel Geld zu zahlen ist, wenn sie nicht mehr auf normalem Wege im Buchhandel erhältlich sind. Man schaue sich die horrenden Preise für den Ausstellungskatalog „Die Lebensreform. Entwürfe zur Neugestaltung von Leben und Kunst um 1900“ (Ausstellung auf der Mathildenhöhe in Darmstadt) an…
Und darüber hinaus ärgert es mich heute, daß ich Bücher von Magnus Weidemann (Deutsches Baden, Körper und Tanz) und Gerhard Riebicke vor Jahren verkauft habe … Weidemanns „Deutsches Baden“ kann man derzeit als Angebot für 500€ (!) in einem Antiquariat kaufen. (Hierzu Nachtrag: Weidemanns und Riebickes Bücher sind wieder in meinem Bestand, aber letztlich war es eine unnötige Doppel-Geldausgabe.)

Von daher habe ich gestern abend in Ruhe im wiedergefundenen Buch geblättert, das in 20 Kapiteln von der Daguerreotypie bis zur Aktfotografie nach 1980 reicht.
Proben meiner eigenen Bilder kann ich leider nicht online stellen, da es seinerzeit keine schriftliche Verträge gab, und ich heute keinen Kontakt mehr zu den fotografierten Frauen habe. Da ich also kein Einverständnis habe, verbietet sich dies.

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Gartenstadt Hellerau (Ausstellung)

hellerauVom 16.9. bis 16.10.2010 findet im Mainzer Rathaus die Ausstellung „Gartenstadt Hellerau“ statt. Zitat aus dem Flyer (pdf):

„Die Ausstellung zeigt die Geschichte und aktuelle Entwicklung von Hellerau, der ersten deutschen Gartenstadt, die die Einheit von Wohnen und Arbeit, von Kultur und Bildung, in einem von der Lebensreform geprägten Organismus zum Anspruch hat. Von der ersten Idee zur Gründung von Hellerau mit den Deutschen Werkstätten, der Gartenstadt und dem Festspielhausgelände im Jahr 1906 über die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und nach 1945 bis hin zu den heutigen Entwicklungen eröffnet sich dem Betrachter ein breites Panorama nicht nur der Dresdner, sondern auch der sächsischen und der deutschen Kulturgeschichte des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts.“

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Kinder – Darstellungen um 1900 (Ausstellung)

Im Sprengel-Museum Hannover wird ab 29.8.10 die Ausstellung Kinder – Darstellungen um 1900 (Link 2020 nicht mehr abrufbar) gezeigt (bis 23.1.11). Mit dabei sind auch Werke von Fidus. Zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog, der auf der Museumsseite bestellt werden kann.