Fuerteventura (2)

Für den 4. Tag hatten wir keine konkrete Planung. Während unser Sohn im Hotel blieb, sahen meine Frau und ich uns Corralejo an. Im Hafen stießen wir auf ein Angebot für eine „Delphin-Safari“ am gleichen Tag mit einem Forschungsboot. Schnell ließen wir unseren Sohnemann per Taxi vom Hotel zu uns transportieren, aßen kurz etwas, dann ging es schon aufs Schiff. Wir fuhren nach Osten von der Insel weg, kamen durch eine Schleife nach Norden nah an Lanzarote ran und liefen später einmal um die Isla de Lobos herum, um nach Corralejo zurückzukehren. Der Skipper und unser Guide Alberto waren begeistert: so viele Delphine sehe man selten… Leider ist es recht schwer, gute Aufnahmen zu machen, da man sehr schnell auslösen muß, wenn man die Tiere sieht, was oft dazu führt, daß sie schon wieder mit dem Kopf im Wasser sind – zumindest bei meiner älteren Kamera. Dafür habe ich einige Videos gemacht.

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Fuerteventura (1)

2016 waren meine Frau und ich mit unserem jüngeren Sohn für eine Woche in den Herbstferien auf Fuerteventura, einer der beiden östlichsten, sandigsten kanarischen Inseln. Da ich damals das Blog nicht so intensiv betrieb, habe ich keinen Reisebericht erstellt – oder zumindest ein paar Impressionen geteilt. Das will ich nun nachholen und auch gleich darauf hinweisen, daß es bald auch einen vielleicht etwas ausführlicheren Bericht über Teneriffa (2018) geben wird.
(So ganz stimmt das nicht: ich habe kurz zum Thema FKK und Fuerteventura etwas geschrieben.)

Also zu Fuerteventura: Wir sind am Anreisetag mit Iberia Express von Frankfurt via Madrid auf die Kanareninsel geflogen. Nachdem das Auto von der Mietstation abgeholt war, fuhren wir zunächst zum Check-In ins Hotel. Das war so eine typische, große All-In-Anlage, aber durchaus mit einem gewissen Charme. Wir hatten ein kleines Zwei-Raum-Appartement nah am Pool – paßte.

Am Nachmittag ging es zu Fuß durch Corralejo zum Strand und an diesem entlang Richtung Süden. Wir schauten den Surfern zu, kehrten dann über das Ödland südlich von Corralejo zum Hotel am Ortsrand zurück.

Am 2. Tag waren wir zunächst an der nördlichen Westküste beim Leuchtturm (Faro) de Tostón. Wir wanderten eine Runde, die uns vom Parkplatz im Ödland zum Leuchtturm brachte und näher am Meer wieder zum Auto zurück.

Von dort ging es zum etwas südlicher liegenden Fischerort El Cotillo. Dort haben wir in einem kleinen Restaurant (El Mirador) zu Mittag ein paar Tapas gegessen. Das war auch unser „Problem“ mit dem Hotel: wir brauchen definitiv kein „All inclusive“, denn wir essen gerne unabhängig und insbesondere auch die örtlichen Speisen. Früstück würde völlig ausreichen…
Nach dem Essen badeten wir in der recht hohen Brandung am Südstrand von El Cotillo. Schwimmen war bei dem Wellengang nicht möglich.

Zum Tagesabschluß waren wir noch kurz im „Ecomuseo“ von Tefía, das ein Freilichtmuseum ist, in dem die traditionellen Lebens- und Arbeitsweisen in Fuerteventura dargestellt werden. Wir sind da eher schnell durchgerauscht, da die Dame am Einlaß kurz vor dem Feierabend war.

Der nächste Tag brachte wieder eine Autofahrt an die Westküste. Zunächst hielten wir am Mirador (Aussichtspunkt) Morro Velosa, von dem man einen traumhaften Ausblick vor allem über die Nordspitze der Insel hat. Im Anschluß besichtigten wir die alte Hauptstadt, Betancuria, wo wir zu Mittag wieder in eine Tapas-Bar einkehrten (Bodegón Don Carmelo). Zum Abschluß besichtigten wir weiter im Süden die Cuevas (Höhlen) de Ajuy. Vom Ort aus wandert man gleich an der Steilküste entlang zu den kleinen und größeren Höhlen.

 

„Bilanz“ 2016

Am Ende dieses Jahres 2016 bin ich mehr als in anderen, früheren Jahren damit beschäftigt, Bilanz zu ziehen und „mein 2017“ zu planen. Insbesondere nach dem tollen, tiefen Erlebnis Jakobsweg im September und Oktober 2015 waren die Erwartungen an ein „ganz anders verlaufendes“ 2016 hoch. Sie wurden nicht erfüllt, nein, halt, sagen wir: ich habe sie nicht erfüllen können. Wir sprechen über Versagen und keine esoterischen Kräfte, die Zukunft gestalten.
Ich weiß für mich, daß 2017 anders werden muß, wenn ich für mich über Lebensqualität sprechen will. Es sind durchaus „schwere Brocken“, die da im Weg liegen, die ich mir zum Teil selbst in den Weg gelegt habe. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Warum war hier so wenig los in der letzten Zeit? Das hat sicher mehrere Gründe, aber einer ragt ganz prominent heraus: Ich hänge (hing) emotional an meinem Mittelwächter-Blog in seiner ganzen Themenvielfalt, wie sie über viele Jahre gewachsen war. Zwar habe ich nach dessen Löschung die lebensreform-relevanten Inhalte nach hier übernommen, aber irgendwie ist das hier immer noch mehr „Planungsbrett“ als destillierte Erlebnisse. Dann ist es so, daß ich meinen eigenen Ansprüchen, mein Leben (in Teilbereichen) lebensreformerisch zu gestalten, nicht gerecht geworden bin, so daß ich eben auch nicht motiviert war, hier weiterzuarbeiten. Das soll sich ändern. Ich verspreche mir viel von einem geplanten kleinen Arbeitsplatz im Wohnzimmer (neben meinem Bücherregal), der konzentriertes Arbeiten abseits vom sterilen Büro erlauben soll.

So, das muß reichen: ich wünsche Dir als Leser ein gutes neues Jahr und vor allem am Ende und im Rückblick dieses sanfte Lächeln im Gesicht, wenn „alles gut war, wie es gekommen ist“.

Magazin und Tagung

Zwei kurze Hinweise:

Da ist zum einen das Magazin „Maas – Impulse für ein erfülltes Leben“, interessanterweise mit dem Nachnamen der Inhaberin des „animaa-Verlages“ betitelt. Man möchte Aktionen, Projekte, Menschen vorstellen, die „Mut machen“ und inspirieren. Es geht um das Leben in Harmonie mit der Umwelt und um positive Veränderungen.
Die ersten drei erschienenen Ausgaben haben die Titelthemen „Beruf und Berufung“, „Frauen und Männer“, „Leben und Sterben“.  Im Dezember geht es mit „Individuum und Gemeinschaft“ weiter. Auf „OpenPR“ findet sich noch ein längerer Werbetext, daraus dieses kurze Zitat:
„maas ist ganzheitlich und ökologisch ausgerichtet, konsumkritisch und lebt intensiv den Gedanken der Stärkung durch Vernetzung. Maas fördert Menschen und Projekte und ist prall gefüllt mit Wissen, Inspirationen und Mut-Mach-Geschichten. maas findet bewegende Perlen und Helden/Heldinnen des Lebens und des Alltags. maas ist Lesegenuss für viele, viele Stunden.“

Zum anderen ist das die hier vor längerer Zeit schon einmal erwähnte Tagung des Archivs der Deutschen Jugendbewegung (Burg Ludwigstein), vom 21. bis 23. Oktober 2016, auf die Susanne Rappe-Weber in einem Artikel bei H/Soz/Kult hinweist. Die Tagung steht unter dem Motto:
Avantgarden der Biopolitik. Jugendbewegung, Lebensreform und Strategien biologischer ‚Aufrüstung'“.

Rappe-Weber stellt das Thema kurz vor (19. Jhd., Angst vor Degeneration – sowohl des eigenen Körpers, als auch des Volkes, daher ‚Aufrüstung‘, um ’stark, gesund und rassisch rein‘ zu bleiben), gefolgt vom Tagungsprogramm.

Die Literatur der Lebensreform (Buch)

Im Mai sollte eigentlich vom Autorenduo Thorsten Carstensen und Marcel Schmid (Herausgeber) das Buch Die Literatur der Lebensreform, Kulturkritik und Aufbruchstimmung um 1900 im Verlag transcript erscheinen. Leider ist das Werk nun auf den August verschoben. Es kann bereits bei Amazon für 32,99€ vorbestellt werden.