Zeit für Schweigen

Kapuzinerkloster IrdningBereits in der Karwoche 2018 war ich im Kapuzinerkloster in Irdning (bei Stainach, Ennstal, Steiermark) für zehntägige Schweigeexerzitien und Anleitung in der Kontemplation nach Franz Jalics. Ich hatte hier und hier darüber berichtet. Schon für 2019 war eine Wiederholung geplant, als meine Mutter plötzlich an Krebs erkrankte und dann auch innerhalb kürzester Zeit verstarb. Ich mußte die Exerzitien absagen.

Aber nun geht es wieder los und ein wenig jovial (oder mit Galgenhumor?) kann ich fragen: Wo geht man am besten hin, wenn eine Virus-Epidemie droht? Ins Kloster! 🙂

Diesmal ist es eine „normale“ Zeit innerhalb der Fastenzeit, also ohne Palmsonntag und die Liturgie der Karwoche. Möglicherweise wird es dadurch noch ruhiger und intensiver – ich bin gespannt.

Vom Wetter her soll es eher klar, aber frostig werden, bis -7°C in der Nacht. Ich freue mich auf die kleinen Spaziergänge vom Kloster in den Wald, auf den Ausblick zum verschneiten Grimming, dem Stainacher Hausberg. Ich werde hier dann Ende März berichten, wie es diesmal gewesen ist.

Motzener See – 100 Jahre FKK

Motzener See

„Nasse Wiege der deutschen Freikörperkultur“, so hat man den Motzener See genannt. Laut Wikipedia soll das organisierte Nacktbaden dort bereits 1919 begonnen haben – also vor genau 100 Jahren. Zeit also, mal persönlich an diesem schönen See vorbeizuschauen.
(Nach anderer Angabe, s.u., ging es erst 1920 los.)

Der See liegt ungefähr in Nord-Süd-Ausdehnung, auch wenn das nördliche Ende ein wenig Richtung Westen, das südliche nach Osten „gerutscht“ ist. Der See liegt 30km südlich von Berlin (von der Stadtgrenze aus). Bereits seit dem 16. Jahrhundert gab es in Motzen einen Halt auf der Poststrecke Berlin-Dresden (1, s.u.). Ab 1894 war die Eisenbahnanbindung an Königs Wusterhausen und damit die Großstadt Berlin fertiggestellt (3).
Urkundlich wurde Motzen erstmals 1346 als „Mossen“ erwähnt, was wohl vom slawischen Wort Mocina für Feuchtgebiet / Sumpf abgeleitet ist (1). „Motzener See – 100 Jahre FKK“ weiterlesen

2020

Ein frohes neues Jahr den Lesern meines Blogs!

Wo geht es hin, was wird hier passieren? Zunächst einmal war die Israelreise im Oktober 19 überwältigend. Ich weiß noch nicht genau wie und wann, aber ich werde dazu Inhalte hier einstellen.

Zunächst aber habe ich beschlossen, meinen Bericht vom Jakobsweg 2015 hier im Blog mit je einem Beitrag pro Tag einzustellen. Dazu hatte ich hier schon kurz geschrieben, daß ich mir noch unsicher bin, ob ich ihn hier einstelle oder nicht. Jetzt aber denke ich, daß auch andere davon profitieren sollen.

Letztlich steckt in dem Entschluß aber auch Vorfreude drin, denn in diesem Jahr geht es auf die ersten 200km der Vía de la Plata. Mein jüngerer Sohn und ich starten Anfang des Sommers in Sevilla und pilgern ca. 200/250km nach Norden. Ich bin sehr gespannt…

Neben Camino-Bericht und Israelreise brauche ich wahrscheinlich gar nicht mehr allzuviel zusätzlich zu planen. Für März habe ich nun die ebenfalls schon angesprochenen Schweigeexerzitien im Kapuzinerkloster Irdning in der Steiermark fest gebucht. Ich bin sehr gespannt, wie sich die 10 Tage beim zweiten Mal anfühlen werden.

Möglicherweise steht Ende des Jahres noch eine Reise nach Marokko an, die aber noch nicht geplant / konkret ist.
Letztlich will ich nicht zuviel versprechen, weil ich mich dann selbst unter Zwang setze, das Blog füllen zu müssen. Ich glaube, es ist eher Beständigkeit notwendig, das heißt auch, die Inhalte der letzten Jahre kontinuierlich anzubieten.

Ausstellung: Stadt – Jugend – Stil

Vom 23.10.19 bis 8.3.20 ist im Stadtmuseum am Markt (Marktplatz 3) in Wiesbaden die Ausstellung mit obigem Titel zu sehen. Geöffnet ist von Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 17 Uhr. Die Ausstellung findet im Rahmen des Wiesbadener „Jugendstiljahres 2019/20“ statt. Für die wissenschaftlicher Konzeption ist Dr. Vera Klewitz verantwortlich; für die Gesamtleitung Sabine Philipp. Der Begleitkatalog erscheint erst zu Weihnachten 2019. Hier der Ausstellungsflyer.

Die Evangelische Akademie Frankfurt bietet einen Ausstellungsrundgang mit Dr. Susanne Claußen am 7.11.19 an, der mit folgenden Worten beschrieben wird:

„Das wilhelminische Deutschland war zerrissen zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen der bürgerlichen Gesellschaft und den Protagonist/-innen der Lebensreformbewegung: Vegetarier, Theosophinnen, Vertreter der Freikörperkultur. „Kohlrabi-Apostel“ wurden sie damals genannt, und sie stellten viele Gewissheiten radikal infrage. Die Leiterin der Evangelischen Stadtakademie Wiesbaden, Susanne Claußen, geht ihren Spuren in der Ausstellung „Jugend.Stil.Stadt“ im Stadtmuseum Wiesbaden nach, die sie mitkonzipiert hat. Welche Fragen und Forderungen der Lebensreform auch heute noch aktuell sind, darüber kommt sie mit Ihnen nach dem Ausstellungsrundgang bei einer kleinen Erfrischung ins Gespräch.“

Weitere Informationen finden sich auf der Seite der Stadt Wiesbaden.

Besser leben! (Ausstellung)

Im ersten Halbjahr 2020 wird es spannend: in Bern findet im Historischen Museum die AusstellungBesser leben! Lebensreform bis heute“ statt, genauer vom 13.2.-4.7.20 nach derzeitiger Planung.

Inhaltlich werden die Forschungsergebnisse des Projektes der Uni Freiburg (Schweiz) „Die Lebensreformbewegung im 20. Jahrhundert“ (von 2014-2018) präsentiert.
Kuration: Dr. Andreas Schwab, Eva Locher, Stefan Rindlisbacher
Wiss. Leitung: Prof. Damir Skenderovic