Lubenow: Vier Frauen am Meer (Kurzrezension)

Der Roman von Svea Lubenow spielt im Jahr 1925 im v.a. Fischländer Ort Ahrenshoop an der Ostseeküste, der u.a. für seine Künstlerkolonie bekannt ist.
Protagonistin, möglicherweise mit biographischen Anteilen der Autorin, ist Gitta, die sich von ihrem Elternhaus emanzipiert, zunächst durch Beitritt zu einer lebensreformerischen Loge, dann durch Umzug nach Ahrenshoop, wo sie mit drei anderen Frauen ein Schneideratelier für expressionistisch gestaltete Kleider gründet.

Für die schon 26-Jährige heißt Emanzipation auch Suche nach einem Mann. Der Erste entpuppt sich als „Windbeutel“, auch wenn er „wild und verwegen anmutete wie ein Freibeuter“, der zweite braucht „Auftauzeit“, um zum Finale Grande zu kommen. „Lubenow: Vier Frauen am Meer (Kurzrezension)“ weiterlesen

Paul Müller-Kaempff u. die Künstlerkolonie Ahrenshoop

buch05Künstlerkolonien gab es viele um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, so auch in Ahrenshoop im Raum Fischland-Darß an der Ostseeküste. Ingrid Schreyer stellt diese Kolonie, die vom Maler Paul Müller-Kaempff sowie anderen Künstlern gegründet wurde, in einem kleinen, querformatigen Büchlein (ungefähr DinA6) vor. Sie beginnt mit allgemeinen Worten zur (naturalistischen) Landschaftsmalerei, stellt ausführlich die Entwicklung vor, die zur Gründung der französischen Künstlerkolonie Barbizon führte, beschreibt den Umbruch zum Impressionismus, das Entstehen der Kolonie Pont-Aven in der Bretagne. Müller-Kaempff war zunächst nur zu Sommerurlauben in Ahrenshoop, erst 1892 beschließt er, ständig dort wohnen zu bleiben. Er gilt als Begründer der Kolonie, obwohl die aus Berlin stammende Malerin Eva Stort sich schon ein wenig früher dort niedergelassen hatte. „Paul Müller-Kaempff u. die Künstlerkolonie Ahrenshoop“ weiterlesen