The Cathars – Sean Martin (Buch)

sean_martin-200x300„It is perhaps the Cathars‘ quest for an authentic spirituality that makes their story still relevant.“

Mit diesem Satz von Sean Martin möchte ich kurz auf das aktuell von ihm gelesene Buch „The Cathars – The most successful heresy of the Middle Ages“ eingehen. Ich hatte bereits geschrieben, daß es mir als gut Einführung erscheint, zumal es als Kindle eBook günstig ist.
Ich wurde nicht enttäuscht, der Autor gibt einen akkuraten Überblick über das Phänomen Katharer. Um das Thema einzuleiten, erklärt er zunächst den Unterschied zwischen Häresie, also dem, was die Katharer und andere von der römisch-katholischen Kirche abweichenden Gruppen glaubten, und der Orthodoxie (der Kirche). Wenn man über die Katharer liest, dann wird meist als erstes und wichtigstes Kennzeichen ihres Glaubens der Dualismus genannt: Gott wird nicht als Demiurg gesehen, sondern als über dem Weltenschöpfer, der mit dem Teufel assoziiert wird, stehend verstanden. Daher ist die Welt, die Materie „böse“, somit auch die Tendenz des Menschen, der aus Materie besteht – hätte er nicht den göttlichen Funken in seiner Seele, mittels dessen er sich über die Materie, über das Böse erheben kann. „The Cathars – Sean Martin (Buch)“ weiterlesen

Katharer

Ich kann nicht mehr genau sagen, wie genau ich Anfang 2013 zu den Katharern (wieder zu den Katharern) kam, aber plötzlich war das Thema da – mitsamt einem ‚revival‘ des Themenbereichs Gnosis / Mystik und einer (Rück-)Annäherung an das Christentum.

Am Abend beschäftigte ich mich mit den Katharern, indem ich zunächst versuchte, aus meinem Buchbestand dazu etwas herauszufinden. Das war jedoch nicht so viel, vielleicht noch am besten der Artikel von Karlheinz Weissmann in seinem Buch „Mythen und Symbole“ über den „Gral in den Pyrenäen – Otto Rahn und der Neo-Katharismus“. Zu Otto Rahn findet sich auch etwas in Rüdiger Sünners „Schwarzer Sonne“.

Da ich nicht mehr finden konnte, suchte ich im Internet und fand hier gute Basisinfos z.B. in der (französischen) Wikipedia. Und so stieß ich auf den Namen „Montaillou„, der mir wieder das Buch in Erinnerung rief, das ich mir in der ersten Hälfte der 80er aus einem nicht ganz nachvollziehbaren Interesse heraus gekauft hatte. Montaillou ist ein Dorf in Südfrankreich und wurde berühmt durch die Inquisitionsprotokolle die ab 1294 von den Bewohnern angefertigt wurden, weil im Dorf Katholiken und Katharer lebten. Emmanuel Le Roy Ladurie hat diese Quellen zu einem Portrait des Dorfes verarbeitet – und genau das mußte ich seinerzeit unbedingt haben, weil mich die Beschreibung faszinierte. Gelesen habe ich darin nur ausschnittweise, und die Sache mit den Katharern hatte ich komplett vergessen. Aber es ist doch interessant, wie sich solche Themen wiederholen und daß mich das Thema und Wort Montaillou heute wieder „einholt“.
Letztlich lud ich mir Leseproben von zwei Kindle-Büchern herunter, aber ich müßte doch eines der Standardwerke kaufen, um einen besseren Einblick zu bekommen.

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