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Mein Camino Francés 2015

Burgos bis Hornillos del Camino (CF21)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

Er war da! Der Tag, an dem ich aus Burgos heraus und in die weite Hochebene der Meseta laufen würde. Was verband ich mit diesem Abschnitt, was ließ mich ihn als den Kern meiner Pilgerreise begreifen?
Die Meseta wird in Pilgerkreisen gern als „harte Erfahrung“ beschrieben: baumlos sei es, man sehe nur Weite, das könne eintönig und desillusionierend werden, insbesondere wenn man unter Schmerzen leide. Man fühle sich allein, vielleicht auch verlassen, ja, die Meseta wäre ein Sinnbild des Todes, wie nach Bennett (2013) schon zitiert.
Ich verband mit ihr „Reinigung“, ich suchte diese Einsamkeit, um mich ganz mit mir beschäftigen zu müssen. Ich stellte mir kilometerlange gerade Wege vor, Stille rundherum, Wind im Haar und das Gefühl, ganz bei mir zu sein. Oje, es kam leider nicht ganz so…
Zunächst frühstückte ich schon um halb sieben im „Antifa-Café“ gegenüber der Herberge (Croissant mit Schinken), nahm Proviant mit (Bocadillo, Apfel).

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Mein Camino Francés 2015

Atapuerca bis Burgos (CF20)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

Weg bis Burgos

„Meine“ Schweden packten früh zusammen, also stand auch ich auf. Eine Frau sagte mir noch, wie bewundernswert sie es fände, daß ich den ganzen Weg ab St. Jean „allein“ gehen würde. Das wäre auch ihr Traum, aber in diesem Jahr sei sie nur das Teilstück in der geführten Gruppe gegangen. Sie wolle aber für „den Rest“ wiederkommen.
In vielen Erlebnisberichten vom Jakobsweg kategorisieren die Autoren die Menschen einer jeweiligen Nationalität so, wie es oft Stereotypen entspricht. Die Deutschen kommen da nicht so gut weg, sie gelten als frühaufstehende „Plastiktüten-Raschler“ und generell als etwas förmlich und überkorrekt. Die Schweden waren so, wie ich sie in mehreren Urlauben in ihrem Heimatland kennenlernen durfte: herzlich, unkompliziert (und auch das ist pauschal ausgedrückt).