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Away mit A wie Abraham (Netflix)

Introductions first: „Away“ ist eine Netflix-Eigenproduktion aus dem Jahre 2020. Aktuell ist eine Staffel mit 10 Folgen verfügbar. Darin geht es auf der grundlegenden Ebene um die erste bemannte Mars-Mission, zu der sich Raumfahrtbehörden verschiedener Länder zusammengeschlossen haben. Aber „away“ sind nicht nur die Astronauten, sondern umgekehrt auch die Daheimgebliebenen, die eine große Rolle im Plot spielen.

Die Staffel ist ein Sammelsurium des Zeitgeists, Netflix war da sehr „woke“. Commander Emma ist eine weiße Frau mit eher maskulinen Zügen, 2. Commander ist Ram, ein dunkelhäutiger Inder. Der Biologe Kwesi ist schwarzer Jude, Misha, der Russe, ist „alter weißer Mann“, insbesondere zu Anfang mit Vorurteilen gegen die chinesische Astronautin Lu, die verheiratet ist und einen Sohn hat, jedoch in eine andere Chinesin von Mission Control verliebt ist. Diese fünf Archetypen werden auf der Erde um die Zurückgebliebenen ergänzt: als da wären zwei Rollstuhlfahrer, ein Mädchen mit Down-Syndrom, eine hispanische Ex-Astronautin (Emmas erotischere Gegenspielerin), eine Frau als Leiterin der gesamten Mission – und noch jemand, auf den ich gleich komme…

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Mein Camino Francés 2015

Einleitung und Anreise (CF6)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

Wer mich in den dreißig Jahren zwischen ungefähr 1985 und 2015 kannte, der würde mich schwerlich auf dem Jakobsweg in Spanien vermutet haben, denn das war nun in keiner Weise mein Lebensthema in religiöser Hinsicht.
In Kürze: ich bin in einem ausgesprochen katholischen Elternhaus aufgewachsen, habe seit ungefähr dem zwölften Lebensjahr bemerkt, daß mich auch Pantheismus und Naturreligion interessieren, war dann lange Jahre mit dem (Theravada-)Buddhismus beschäftigt, bevor die „neuheidnische Komponente“ wieder in den Vordergrund rückte und ich mich intensiv mit der Religion der Germanen befaßte. Daraus entstand ein umfangreiches Internetprojekt, eine Pionierleistung im deutschsprachigen Netz; daraus folgten eine langjährige Vereinsmitgliedschaft, die Teilnahme an Gruppenritualen, eigene Ritualgestaltung zur Geburt bzw. Namensgebung meiner Söhne, der Hochzeit mit meiner Frau und so weiter. Ich hatte „gefunden“…

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Top-Evolution

„Die Abwesenheit einer Regierung, wie es die Griechen mit dem Wort Anarchie zusammenfassen, ist der letzte menschlich soziale Status (…) Würden alle genau das machen, was gemacht werden muss, um ein gutes Zusammenleben ohne Gesetzgebung zu ermöglichen, hätten wir automatisch Anarchie (sic!) und würden wir unsere Aktivitäten mit Liebe durchführen, würden wir uns Richtung christliche Anarchie begeben wie eine Top-Evolution.“

Francesco Maglione, Christliche Anarchie

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Die eine Wahrheit

Kurze Vorab-Erläuterung (2016): Ab Anfang 2013 tauchten vermehrt religiöse Themen in meinem alten Blog auf. Grund war eine damals noch sehr vorsichtige Rück- oder Umkehr, die zur Beschäftigung mit dem Thema Christentum führte. Los ging es mit den Katharern, dem Thema Gnosis, dann zur Mystik wechselnd. Der hier nun angeführte Text war der erste, der das thematisierte (Februar 2013):

Die Beschäftigung mit den Katharern, von der katholischen Kirche als Ketzer verfolgte „Urchristen“ (vereinfacht), macht mich nachdenklich. Ich merke, wieviel meiner eigenen christlichen Erziehung noch immer in mir ist: nicht als „nicht abwaschbarer Schmutz“, sondern als Fundament. Jahrelang habe ich das verdrängt, ja ich glaube, verdrängt ist das richtige Wort. Ich weiß noch, wie es mich vor Jahren in einer bestimmten Situation „überkam“ und ich aufrichtig ein Ave Maria betete – und mich im Anschluß unsinnigerweise dafür schämte. Unverhohlen war ich schon immer ein Bewunderer von Kurt Reubers Madonna von Stalingrad, das nur am Rande.