Corona – ich bin raus – ein kleines Manifest

In Covid-19 Revisited schrieb ich, daß ich nach meinem Urlaub einen Beitrag mit den wichtigsten Infos aus meinem persönlichen Corona-Dokument (ca. 35 Seiten) verfassen würde.
Werde ich nicht. Warum? Das will ich hier erklären. Es wird etwas länger, bear with me.

Diese Gesellschaft hat sich m.E. unter dem Einfluß der „Corona-Pandemie“ schneller negativ verändert, als das bislang der Fall war – das Virus als Katalysator. So ist z.B. das Gendern bis in die Nachrichten und amtliche Mitteilungen der Landesregierungen vorgedrungen, aber es reicht nicht aus: der „wokeism“ ist hinzugekommen – und Bahlsen hat „Afrika“ umbenannt. Kein Lebensbereich bleibt von der Fremdbestimmung und Gesinnungskontrolle ausgenommen. „Mentale Milieuschädigungen“ nennt das Peter J. Brenner bei Tichy – und sagt „Kein Mensch, der sich im Alltag, im Beruf und der Familie, bewähren muss, kann auf solche Gedanken kommen.“

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2021 – here we go.

Am 28.6.2020 hat dieses Blog – gerechnet vom ersten gelisteten Beitrag an – sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Technisch stimmt das nicht ganz, denn, wie auf der Info-Seite beschrieben, ist das Blog in der jetzigen Form 2016 entstanden, wobei Lebensreform-Beiträge aus dem Vorgänger-Blog (eben seit 2010) übernommen wurden.

Sei es drum, 10 Jahre sind eine lange Zeit. Ich habe gerade gut vier Stunden investiert und bin nach Neuinstallation des Blogs bei Bluehost alle Beiträge von 2010 bis 2021 durchgegangen. Hier und da mußte ich etwas korrigieren, Links prüfen, während die automatische Link-Prüfung per Plugin noch im Hintergrund werkelt und viele URLs findet, die es heute nicht mehr gibt. 10 Jahre eben. 😉

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Nichts zu erwarten

Ich befasse mich am Rande auch mit dem Thema Prepping. Man mag es auch unter die Lebensreform einreihen können, denn auch wenn die Vorbereitungen für eine Zeit in der Zukunft sind, verändern sie doch den Blickwinkel auf die Dinge im Hier und Jetzt und gehen Hand in Hand mit Überlegungen zu minimalistischem Leben, zu den wirklich benötigten Dingen. Die Krise, von der ich ausgehe, ist ein Blackout, ein länger andauernder Stromausfall mindestens im nationalen Rahmen. Ich will nicht im Detail darauf eingehen, welche Problemlagen dadurch enstehen könnten, das würde zu weit führen. Doch stellt sich immer die Frage, was macht die Regierung, bleibt sie handlungsfähig? Das ist der erste Punkt. Gleich im Anschluß kommt natürlich die Frage nach den Notvorräten, die die Bundesrepublik für solche Fälle vorhält. Dazu gibt es ein interessantes Video vom YouTuber Outdoor Chiemgau, der, das war ja irgendwie zu erwarten, zum Schluß kommt, daß diese Vorräte ein „Tropfen auf den heißen Stein“ sind. Wer sich nicht selbst vorbereitet, der wird kaum Perspektiven in einer solchen Krise haben.

Die Aktionen der Bundesregierung im Rahmen einer Grippevirus-Bekämpfung („Corona Lockdown“) zeigen mir nun eindrucksvoll, daß ich von diesen Personen, die meinen, die Geschicke der Deutschen gut zu lenken, im Ernstfall gar nichts zu erwarten habe. Wer mit einer Grippesituation so umgeht, wer nicht mit Fachleuten diskutieren will, die anderer Meinung als die „berufenen“ sind, der wird mit einer wirklichen Bedrohung in keiner Weise adäquat umgehen können. Ich glaube, daß das für viele Prepper, die auf das Jahr 2020 schauen, nun deutlich geworden sein dürfte. Es gibt keinen umsorgenden Nanny State, der nur das Beste für die Bürger will. Es gibt kaum unabhängige Medien, die nicht den Einheitsbrei wiederkäuen. Wer bei einer Grippewelle versagt, dem wird man nicht zutrauen können, 80 Millionen Menschen in einer Notsituation zu versorgen.

Vielleicht sollte ich doch mal das Thema hier etwas genauer aufnehmen.

Ist eine andere Politik wählbar?

Das Wort „Diktatur“ schwirrt derzeit mehr als sonst im Netz herum, insbesondere wird es von Kritikern der Corona-Maßnahmen der Regierung benutzt, um vor dem Hineinschlittern in einen totalitären Staat zu warnen.
Ist der Begriff berechtigt?

Der Philosoph Karl Popper hat zwei Staatsformen unterschieden: eine, die man durch Wahlen ändern kann, ein zweite, bei der das nicht möglich ist. Der Begriff sei egal, also wie man die beiden nennt, aber die Zweite nenne man gewöhnlich Diktatur oder Tyrannei. „Ist eine andere Politik wählbar?“ weiterlesen

Verordnetes Gemeinwohl

Für die ZEIT gräbt Michael Ebmeyer den Anarchisten Pjotr Kropotkin und dessen Werk „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“ aus. Darin schaut Kropotkin auf das Tierreich und die Menschheitsentwicklung und stellt fest, daß es immer für alle gut war, wenn man sich organisiert und in Gemeinschaften zur gegenseitigen Hilfe zusammengeschlossen hat. Trotz Kriegen und vehement verfolgten Partikularinteressen sei den Menschen das „Gefühl für die Solidarität“ nicht abhanden gekommen. „Verordnetes Gemeinwohl“ weiterlesen

Meßfeier im Stream – wenn etwas fehlt

Als ich 2015 auf dem Jakobsweg in Spanien unterwegs war, gehörte ich nicht mehr zur katholischen Kirche, weil ich Jahre zuvor ausgetreten war. Für mich bedeutete das, es war mir nicht erlaubt, an einer Eucharistiefeier teilzunehmen bzw. an der Kommunion mit Empfang der Hostie. Das war meine Überzeugung, die sich mit Aussagen der katholischen Kirche in Deutschland deckt. Eine Freundin, mit der ich das öfter besprach, sah das ganz anders: sie meinte, ich sei doch getauft und wenn ich mich als Christ empfand (auf meinem Weg zurück seit 2013), dann könne ich auch zur Kommunion gehen.

Ich tat es nicht, auch nicht als ich nach ca. 800 km in Santiago de Compostela angekommen war. Das hat mich bewegt, ja, es ist mir auch schwergefallen, gerade hier am Ende einer großen Reise nicht daran teilnehmen zu können. Es fühlte sich nicht richtig an – und das Gefühl wertete auch das Ankommen nach so vielen Wochen ein wenig ab. „Meßfeier im Stream – wenn etwas fehlt“ weiterlesen