Verordnetes Gemeinwohl

Für die ZEIT gräbt Michael Ebmeyer den Anarchisten Pjotr Kropotkin und dessen Werk „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“ aus. Darin schaut Kropotkin auf das Tierreich und die Menschheitsentwicklung und stellt fest, daß es immer für alle gut war, wenn man sich organisiert und in Gemeinschaften zur gegenseitigen Hilfe zusammengeschlossen hat. Trotz Kriegen und vehement verfolgten Partikularinteressen sei den Menschen das „Gefühl für die Solidarität“ nicht abhanden gekommen. „Verordnetes Gemeinwohl“ weiterlesen

Coronavirus und Lebensreform

Das Covid-19, schlicht Coronavirus genannt, hat uns im Griff, mehr oder weniger. Ich las neulich den Spruch, daß Verständnis für aufgezwungene Maßnahmen (Kontaktsperren, Maskenpflicht…) und Unverständnis oft nur „einen Todesfall in der eigenen Familie“ auseinanderlägen. Das mag sein, auch wenn der Spruch doch sehr plakativ ist. In der Tat spüre ich auch bei mir diese große Diskrepanz im Empfinden: da sind die hohen Todesfallzahlen z.B. aus Italien, andererseits liegen wir in unserem Landkreis bei konstant um die 200 Infizierten – und auch dorthin war es ein langsamer Anstieg mit sehr wenigen Toten. Dazu lese ich konträre Berichte: über die „leerstehenden“ Krankenhäuser, in Überzahl vorhandenen Intensivbetten, über den „schwedischen Weg“. Weiterhin gibt es die Dinge, die man so einfach nicht ansprechen darf oder kann, so z.B. der Weg über möglicherweise viele Tote hin zu einer „Durchseuchung“ und folgenden „Herdenimmunität“ der Gesellschaft. „Ich bin kein Virologe, aber…“ – das hört man dieser Tage oft, und ich möchte diese Floskel eher vermeiden. „Coronavirus und Lebensreform“ weiterlesen