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Maria Magdalena (Film 2018)

Wer war Maria Magdalena? Würde ich mich auf das beziehen, was mir in meiner katholischen Erziehung so vermittelt wurde, dann wäre sie auch heute noch für mich die typische Sünderin, die Prostituierte. Diese Sichtweise hat eine lange Tradition, sie geht auf das Ende des 6. Jahrhunderts und Papst Gregor den Großen zurück. Nie ist mir damals aufgefallen, daß Maria Magdalena (fortan MM) der erste Mensch war, der lt. dreien der vier kanonischen Evangelien den auferstandenen Jesus gesehen hat. Sie ist, wie der Untertitel des Buches von C. Bourgeault lautet, „the woman at the heart of Christianity“.
Die Kirche tat sich schwer mit dieser Frau (bzw. tut dies mit Frauen allgemein); immerhin wurde MM 2016 als „Apostelin der Apostel“, einer Bezeichnung, die Hippolytus schon im 4. Jahrhundert geprägt hatte, bekräftigt und liturgisch den Aposteln gleichgestellt, wie es bei der Wikipedia heißt. Die Mühlen mahlen langsam.

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Gedanken zu: Amon Barth – Einfach loslassen

Amon Barth hat an der Filmakademie Baden-Württemberg seinen Diplom-Film vorgelegt, der im Oktober 2017 beim Südwestrundfunk ausgestrahlt wurde. Doch der Titel „Einfach loslassen – Weniger besitzen als Lebensentwurf“ ist vielleicht ein wenig irreführend, denn es geht um viel mehr als nur die Anzahl materieller Dinge, mit denen man sich umgibt.

Ausgangspunkt ist vor allem die Gefühlswelt des Regisseurs, der viele Dinge in Wohnung und Keller gehortet hat, aber auch viel innerlichen Ballast mit sich herumschleppt. Wenn er davon erzählt, wie er als Kind fast jede Woche neue Spielzeugautos bekam, oder auch von Frustkäufen berichtet, dann kann ich das sehr gut nachvollziehen: auch meine Kindheit war materiell mehr Haben als Sein. Mag sein, daß es daran liegt, daß man als Kind der späten Sechziger in eine Zeit hineinwuchs, in der die Eltern sich beruflich etabliert hatten und die gesamte Gesellschaft vom Wirtschaftswunder prosperierte. Ich habe dieses „Viel-Besitzen“ nie in Frage gestellt. Erst als ich mit einer Freundin auf dem elterlichen Speicher war und sie die Kisten voller Playmobil und Lego sah – und dabei zu weinen begann, weil sie nie soviel wie ich als Einzelkind gehabt hatte, da begann ich, meine Lebenswelt in Frage zu stellen. 

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Erfurt, 6.9.17, Vortrag Dr. M. Grisko

In der Kunsthalle Erfurt spricht Dr. Grisko ab 19 Uhr zum Thema Freikörperkultur als Kassenschlager. Es geht wohl u.a. um den Film Wege zu Kraft und Schönheit.
[Quelle]

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Wunder der Lebenskraft

Vor längerer Zeit wurde ich auf das Filmprojekt „Wunder der Lebenskraft“ aufmerksam. Der Filmemacher (Stephan Petrowitsch) geht dem Phänomen der Lebenskraft nach, die z.B. als Chi oder Kundalini benannt wird. Sie sei das Medium der Heiler und Schamanen rund um die Welt. Stärkt man die Lebenskraft, gehe es dem Menschen besser, ansonsten wird er schwächer.

Dieser Film wurde bislang in ausgewählten Kinos gezeigt, ist nun aber auch als DVD zu erwerben (Standard-Version, Bonusmaterial, Soundtrack…) unter DVD-Wissen.com.
Vorschaufilmchen (Trailer) gibt es hier.

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Wege zu Kraft und Schönheit (Film)

1925 kam der UFA-Film „Wege zu Kraft und Schönheit“ von Wilhelm Prager in die Kinos. Kraft und Schönheit, zwei programmatische Begriffe für die ersten Dekaden des letzten Jahrhunderts.