Kategorien
Allgemein

Dvigrad – eine kroatische Geisterstadt

dvi09Wir besuchten Dvigrad (Due Castelli) an einem der heißesten Tage unseres Kroatien-Urlaubs 2013. In der Mittagszeit waren es gut 40°C in dem alten Gemäuer nahe des Örtchens Kanfanar in Istrien.

Heute sieht man verfallene Steinmauern, die aber immer noch sehr mächtig sind, auch wenn die Natur sich das Gebiet zurückerobert. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Zuerst siedelten wohl Illyrer dort, das müßte so im 5. / 4. Jhd. v.Chr. gewesen sein. Nach ihnen kamen die Römer, die zwei nebeneinanderliegende Siedlungen hatten ((Mon)Parentino und Montecastello, Duo Castra (?) genannt, daher der heutige Name Dvigrad). Die heutigen Ruinen stehen über dem einstigen Montecastello, denn das gegenüberliegende Parentino wurde im Krieg zwischen Genuesen und Venezianern Mitte des 14. Jhds. komplett geschleift.
Montecastello (das heutige Dvigrad) hingegen wurde ausgebaut, mit Wehrtürmen und Stadtmauer versehen. Im Zentrum baute man die St.-Sophia-Kirche (Basilika); in der Kirche von Kanfanar ist eine Sophien-Statue zu sehen, die in jeder Hand eine Burg hält. Ein Adliger aus Koper wurde von den Venezianern 1413 als Gouverneur eingesetzt.