Kategorien
Mein Camino Francés 2015

Grañon bis Villambistia (CF18)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

Manchem mag es übertrieben vorkommen, was ich über die Donativo-Herberge in Grañon schrieb, aber mich trieb es morgens ganz früh fort. Schnell ein Brot, eine Tasse Kaffee, Spende in die Kasse, Stirnlampe an und los. Ich merkte, daß es nun in der zweiten Septemberhälfte doch morgens wesentlich länger dunkel war. Die ersten Bilder von den wenigen Lichtern hinter mir in Grañon vor dunklem Feld machte ich gegen 7:30 Uhr – da war es noch ziemlich dunkel um mich herum. Über dem Ort lag eine geschlossene, dunkelgraue Wolkenschicht. In den Straßen von Grañon standen vor mehreren Häusern Wasserflaschen, die offenbar für die Pilger und zum Mitnehmen gedacht waren. Ob das eine (schöne) Sonntagstradition ist oder jeden Tag so gemacht wird, weiß ich nicht.

Kategorien
Mein Camino Francés 2015

Azofra bis Grañon (CF17)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

Bill Bennett (2013) faßt das kurz zusammen, was man verschiedentlich (und immer ein wenig abgewandelt) über die Wegabschnitte des Caminos lesen kann:
„The first stage from St. Jean is representative of Life; full of highs and lows, joy and despair, strong emotions. The second stage is the Meseta, which is Death. Vast, limitless, serene and transcendent. The third stage, into Santiago, is Rebirth. After your life, after your death, as you reach Santiago, you are reborn into a new You.“

Ähnlich auch die im Buch von Detlef Lienau (2009) erwähnte Studie von Barbara Haab. Diese fand anhand der Aussagen von Langstreckenpilgern heraus, daß in einem ersten Abschnitt von den Pyrenäen bis ungefähr San Juan de Ortega „starke emotionale Schwankungen“ auftreten, während der Pilger versuche, in die Pilgerrolle zu kommen.