Ein Tropfen in den Meeren dieser Welt

… das ist ein Bild, das mich an den verstorbenen Mystiker, Benediktiner und Zen-Meister Willigis Jäger erinnert: eine einzige Welle im großen Ozean sein zu dürfen. Die Welle ist dabei der Ozean, und der Ozean ist die Welle. Es gibt da keine Trennung. So ist die Welle auch mein Ich, der Ozean Gott.

Als meine Frau und ich uns neulich eine große Weltkarte gekauft haben, um per Pin-Nadeln abstecken zu können, wo jeder schon mal war, wo wir schon mal gemeinsam waren und wo wir (oder jeder allein) noch hin möchte(n), da ging mir der Gedanke durch den Kopf: in welchen Meeren bist du eigentlich schon geschwommen? „Ein Tropfen in den Meeren dieser Welt“ weiterlesen

Pličina Strand, Črvar, Istrien

Mein Artikel aus dem Jahr 2013 über den „Hawaii Beach“ bei Poreč im kroatischen Istrien ist nach wie vor sehr beliebt, das zeigen die Zugriffszahlen auf die Seite. In diesem Jahr, 8 Jahre später, waren wir wieder in Istrien und zudem im nahen Poreč. Ein Blick auf Google Maps zeigt nach wie vor den Hawaii Beach, aber weiter südlich ein Areal, das als „Beach Pličina“ angegeben ist.
Nun gut, es ist kein Geheimtip, davon sprechen die über 80 Rezensionen auf Google, die dem Strandabschnitt östlich Črvar 4,5 von 5 Sternen vergeben. Da mußten wir also hin! „Pličina Strand, Črvar, Istrien“ weiterlesen

Dvigrad – eine kroatische Geisterstadt

Wir besuchten Dvigrad (Due Castelli) an einem der heißesten Tage unseres Kroatien-Urlaubs 2013. In der Mittagszeit waren es gut 40°C in dem alten Gemäuer nahe des Örtchens Kanfanar in Istrien.

Heute sieht man verfallene Steinmauern, die aber immer noch sehr mächtig sind, auch wenn die Natur sich das Gebiet zurückerobert. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Zuerst siedelten wohl Illyrer dort, das müßte so im 5. / 4. Jhd. v.Chr. gewesen sein. Nach ihnen kamen die Römer, die zwei nebeneinanderliegende Siedlungen hatten ((Mon)Parentino und Montecastello, Duo Castra (?) genannt, daher der heutige Name Dvigrad). Die heutigen Ruinen stehen über dem einstigen Montecastello, denn das gegenüberliegende Parentino wurde im Krieg zwischen Genuesen und Venezianern Mitte des 14. Jhds. komplett geschleift.
Montecastello (das heutige Dvigrad) hingegen wurde ausgebaut, mit Wehrtürmen und Stadtmauer versehen. Im Zentrum baute man die St.-Sophia-Kirche (Basilika); in der Kirche von Kanfanar ist eine Sophien-Statue zu sehen, die in jeder Hand eine Burg hält. Ein Adliger aus Koper wurde von den Venezianern 1413 als Gouverneur eingesetzt. „Dvigrad – eine kroatische Geisterstadt“ weiterlesen

Koversada

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die FKK-Bewegung sich wieder formierte, gab es noch keine sonderlichen Möglichkeiten zu einem Urlaub in dieser Form außerhalb von Deutschland. Ernst Horst schreibt: „Zum Glück entdeckten die Jugoslawen (…), dass man einem nackten Mann sehr gut in die Tasche greifen kann, wenn man es nur nicht übertreibt. Jugoslawien wurde zu einem Paradies für FKKler. Hier waren die Preise nicht so hoch wie in Frankreich, und die Wellen nicht so kalt wie auf Sylt.“ Horst beschreibt in diesem Zusammenhang den Fotografen Hajo Simmler, der immer wieder zu dieser Insel Koversada im westlichen Istrien zurückkehrte und in der deutschen FKK-Presse darüber berichtete. Er hat wohl auch ein Büchlein (Heft) darüber geschrieben: Koversada – Große Liebe zu einer kleinen Insel. Es erschien 1966 im Verlag Dahnel, einem der typischen FKK-Verlage der frühen Bundesrepublik: 1949 erschien „Sonnenland“, umbenannt in „Sonnenfreunde“, spätestens ab 1970 Marktführer in diesem Zeitschriftensegment laut Horst.  „Koversada“ weiterlesen

Monkodonja – bronzezeitliche Höhensiedlung

Im Hinterland von Rovinj, Istrien / Kroatien, findet sich, ca. 3 km vom Meer entfernt, eine bronzezeitliche Höhensiedlung mit Namen Monkodonja / Moncodogno. Sie wird der noch wenig erforschten Kastellierekultur im nördlichen Adriaraum zugeordnet.
Während sich die Siedlungsdichte in Istrien während Jungstein- und Kupferzeit in Grenzen hielt, gab es offenbar eine regelrechte Siedlungsexplosion in der Bronzezeit, die v.a. durch mit Mauern befestigte Bergsiedlungen gekennzeichnet war. Orientiert war diese Kultur am östlichen Mittelmeerraum.
Viele heutige Städte, v.a. im wegen der Farbe der Erde sogenannten „roten Istrien“, haben ihren Ursprung in solchen Bergsiedlungen, z.B. Rovinj, Poreč, Bale, Pula.  „Monkodonja – bronzezeitliche Höhensiedlung“ weiterlesen

Cisterna Strand, Rovinj, Istrien

Man hört immer wieder, daß es versteckte Sandstrände in kleinen Buchten gebe, die – natürlich – kaum besucht, kaum bekannt seien. Aber soviel Sandstrand gibt es leider nicht im westlichen Istrien, dafür aber doch schöne Kies- und Steinstrände, die einen Besuch lohnen.

Ich stieß auf die Werbeseite für die Ferienwohnungen des Hofs Bodi. Dort wird ein „Cisterna-Strand“ als einer der „schönsten Strände Istriens“ beworben. Das sei am Wochenende quasi, so heißt es dort, der Hausstrand der Leute von Rovinj, aber unter der Woche sei weniger los. Man könne, so weiter, mit dem Auto bis an den Strand fahren.
Auch Rovinj-Online (konkrete Seite 2020 nicht mehr abrufbar) weißt Gutes von diesem Strand zu berichten: „Die Strände in der Bucht Cisterna und die Bucht Bacvice sind die besten auf der gesamten südlichen Küste von Rovinj.“ Das wiederum las ich erst nach der Rückkehr und würde heute sagen: so ist das.
Weiterhin führt Ulika-Rovinj.com (Juli 2019: jetzt nicht mehr online)  mehrere aus ihrer Sicht empfehlenswerte Strände südlich Rovinj in einer Karte an – und eben auch Cisterna. Also mal hin und schauen …  „Cisterna Strand, Rovinj, Istrien“ weiterlesen

Hawaii-Beach, Poreč, Istrien

Strände gibt es in Istrien genug, aber manches schöne Plätzchen muß man suchen. Kroatienurlauber haben „Geheimtips“, die aber nicht immer so geheim auch sind. Fakt ist, daß die ausgeschilderten Strände und insbesondere die der Ferienanlagen / Campingplätze schon recht überfüllt sein können. Man hat jedoch in Kroatien das Recht, jeden Strand zu besuchen, selbst wenn er z.B. zu einer Hotelanlage gehört.
Andererseits muß man gelegentlich abseits der Hauptstraßen über Feldwege einfach mal ans Meer fahren, um etwas zu finden. Tatsächlich kann man vielerorts bis an den Strand mit dem Auto heranfahren.  „Hawaii-Beach, Poreč, Istrien“ weiterlesen

Tip: Anfahrt Istrien

Die Anfahrt von Norden / aus Deutschland verläuft über Österreich und Slowenien. Nadelöhre sind in Österreich der Tauerntunnel (Maut derzeit 10€) sowie an der slowenischen Grenze der Karawankentunnel (Maut derzeit 6,50€). Gerade der Karawankentunnel ist an typischen Anreisetagen (Samstag) ein Wahnsinns-Hindernis, denn dort wird der Verkehr auf eine einspurige Durchfahrt zusammengepfercht. Wir sind dieses Jahr die ganze Nacht durchgefahren – ohne jegliche Probleme durch D und A – bis wir dann mehr als 2 Stunden vor dem Karawankentunnel durch Stau verloren haben.  „Tip: Anfahrt Istrien“ weiterlesen