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Verlornes Jahr – Coronabetrachtungen

„Verlornes Jahr. Die große Zeit
In kleiner Münze hingestreut.
September unterm Spinnenhaar.
Bereift. Verweint. Verlornes Jahr.“

(Eva Strittmatter)

 

Tatsächlich fühlt sich das „Coronajahr 2020“ für mich wie ein verlorenes Jahr an. Verlust heißt für mich v.a. Verlust von Lebensqualität. Das fängt klein an bei Abstands- und Maskenregeln, geht aber schnell zum „großen Verlust“, nämlich dem des Reisens. Ich brauche das Reisen als Ausgleich zu meiner Arbeit – und Reisen ist nur bedingt „Ostsee“ oder „Lüneburger Heide“ oder „Zeeland“, es sind doch die wärmeren, südlicheren Gefilde, die mir die Erholung bringen (und wenn ich an meine Caminos denke oder Fuerteventura – soviel mehr als nur „Erholung“: Weite, Freiheit, Tiefe, religiöses Erleben…).

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Heißer mit jedem Jahr (Strittmatter)

„Am Rand des Unentdeckten wohnen
Und nicht schrecken ist schwer.
Doch sind die Wolken heute leicht.
Der Dämmerwind webt in den Kiefernkronen.
Die nah am Himmel sind. Der Tag verbleicht.
Die Schatten werden schwärzer.
Und das Licht wird weißer.
Bevor es Nacht wird. Es ist Januar.
Die Tage taumeln. Man lebt heißer
Mit jedem abgelebten Jahr.“

[Eva Strittmatter, Januar]