Die letzte Chance der Kirche – vertan.

In der vergangenen Woche war ich am Freitagabend in unserer Kirche – zusammen mit nur sieben weiteren Personen. Ich saß ganz allein im rechten Mittelschiff, die anderen auf der linken Seite. Ein Schönstatt-Pater, Kooperator unserer Gemeinde, hat die Messe gehalten. Er predigt am Freitagabend nicht, erklärt aber meist den Tagesheiligen und bezieht diese Frau oder den Mann in die Gebete und Fürbitten mit ein. Regelmäßig wird für die verfolgten Christen gebetet, war mir gerade diesen Priester sympathisch macht.
Auch in unserer Gemeinde ist die Messe zu einem Streaming-Event geworden. Ein Onkel, der am Wochenende zuvor die Messe am Sonntagmorgen besucht hatte, sagte, auch da sei es eher leer gewesen. „Die letzte Chance der Kirche – vertan.“ weiterlesen

Pilgerreise ins Heilige Land (The If, Why, When and What For?)

Ja, ich muß gestehen, ich bin momentan sehr schreibfaul, wenn es um dieses Blog geht. Nicht nur schreibfaul, auch zu faul, Dinge für Beiträge zu recherchieren, generell – Arbeit, Zeit ins Blog zu stecken. Das hat verschiedene Gründe. Wenn es nun um die anstehende Israelreise geht, so mag einer dieser Gründe sein, daß ich wieder – wie auch schon bei meinen Jakobswegen 2015 und 17 – Audio-Memos aufnehme, womit ich schon Wochen vor der Reise beginne. Das ist dann also „Erzählstoff“, der nicht in Schriftform gepackt wird. In diesen frühen Memos reflektiere ich die Vorbereitungen genauso wie meine Erwartungen an die Reise. Es gibt nichts schöneres, als die Einträge mehrere Monate vor meinem langen Jakobsweg 2015 zu hören, wenn es um Ausrüstung und Packlisten samt Probepacken ging. Ich höre diese Memos und denke: Und alles kam anders und alles war viel geiler, als du dir das erträumt hattest.  „Pilgerreise ins Heilige Land (The If, Why, When and What For?)“ weiterlesen

Die eine Wahrheit

Kurze Vorab-Erläuterung (2016): Ab Anfang 2013 tauchten vermehrt religiöse Themen in meinem alten Blog auf. Grund war eine damals noch sehr vorsichtige Rück- oder Umkehr, die zur Beschäftigung mit dem Thema Christentum führte. Los ging es mit den Katharern, dem Thema Gnosis, dann zur Mystik wechselnd. Der hier nun angeführte Text war der erste, der das thematisierte (Februar 2013):

Die Beschäftigung mit den Katharern, von der katholischen Kirche als Ketzer verfolgte „Urchristen“ (vereinfacht), macht mich nachdenklich. Ich merke, wieviel meiner eigenen christlichen Erziehung noch immer in mir ist: nicht als „nicht abwaschbarer Schmutz“, sondern als Fundament. Jahrelang habe ich das verdrängt, ja ich glaube, verdrängt ist das richtige Wort. Ich weiß noch, wie es mich vor Jahren in einer bestimmten Situation „überkam“ und ich aufrichtig ein Ave Maria betete – und mich im Anschluß unsinnigerweise dafür schämte. Unverhohlen war ich schon immer ein Bewunderer von Kurt Reubers Madonna von Stalingrad, das nur am Rande. „Die eine Wahrheit“ weiterlesen