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Mein Camino Francés 2015

Vorbereitungen (CF2)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015.]

Spanisch:
Es wird empfohlen, ein wenig Spanisch zu lernen, wenn man auf dem Camino Francés unterwegs sein will. Nicht nur finden die Einheimischen es schön, wenn man ein paar Worte in ihrer Sprache sprechen kann, es gibt auch kleinere Dörfer, in denen man mit Englisch nicht wirklich weit kommt. (Und wo auch niemand auf einen 50€-Schein rausgeben kann…)
Nachdem ich vor 20 Jahren bereits gut 2 Jahre lang Spanisch gelernt hatte, griff ich dies nun wieder auf, merkte aber bald, daß ich mit „Selbstlernen“, also konkret dem Langenscheidt-Kurswerk „Spanisch mit System“ nicht weiterkam. Das Lernen geht dabei oft im Alltagsstreß unter, so daß ich mich bei der hiesigen VHS für einen Anfänger-Kurs anmeldete, den ich dann zwei Semester lang besucht habe. Dieser Kurs gab mir noch einmal die Grundlagen, um in einfachen Situationen sprechen zu können. Zum Austausch über die Weltpolitik (Taxifahrer in Santiago: Was denken Sie über den VW-Abgasskandal? Ich: No puedo decirlo en Español, perdon…) reichte es natürlich nicht.
Nach dem Jakobsweg habe ich mit dem schönen Audio-Kurs von Academia España weitergemacht, einem reinen Sprach-Kurs – auf die Schrift wird nicht eingegangen.

cf1514Schuhwerk: Auf Bildern vom Jakobsweg aus den 80ern dominieren oft noch schwere Wanderschuhe, während man heute gern auch in Flipflops unterwegs ist. Doch was ist für mich richtig? Das galt es herauszufinden. Hier ließ ich mich leider etwas von den Diskussionen in den Foren beeinflussen hin zu leichten, halbhohen Schuhen. Die dann gekauften Keen Marshall Mid (links im Bild) waren ein totaler Reinfall: Zum einen hält die Membran nicht, was versprochen wird, so daß ich selbst bei kühlen Temperaturen feuchte Füße bekam, zum anderen konnte ich für mich herausfinden, daß ich definitiv nicht mit so weichen, flexiblen Sohlen 800km gehen könnte.

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Den Spatzenschwanz fangen

Das Tai Chi / Taijiquan läßt mich nicht los. Ich wurde auf einen Kurs der Volkshochschule in der Nachbarstadt aufmerksam. Da es zeitlich paßte, weil ein Kurs meiner Frau pausiert, habe ich mich kurzerhand angemeldet.
Das stellt sich als gute Idee heraus: Der Lehrer kommt von einer renommierten Tai-Chi-Schule der nächstgrößeren Stadt. Es gibt sozusagen einen „Deal“ mit der Volkshochschule: gegen kleines Kursentgelt wird eine Art Schnupperkurs unterrichtet – der erste Teil der langen Yang-Form. Wer dann mehr lernen möchte, muß an dieser (oder einer anderen Schule) weitermachen.

Der Lehrer ist didaktisch gut, geht deutlich mehr auf die Kampfsport-Herkunft des Tai Chi ein. Wir haben ganz am Anfang des Yang-Stils angefangen – das kenne ich zwar, aber letztlich ist so ein Kurs doch auch ein bißchen „Seelen-Wellness“, eine Mini-Auszeit nach einem arbeitsreichen Tag.
Ziel des Kurses (bis zum Frühsommer) ist der erste Teil der langen Form, also die Bilder 1 bis 14 von (je nach Zählweise) 85. Gestern haben wir die erste Abfolge zu Anfang der Form gemacht, die aus mehreren Bewegungsabläufen zusammengesetzt ist und „Den Spatzenschwanz (oder den Schwanz des Vogels) fangen / greifen“ heißt – das 3. Bild.
Ich habe mir vorgenommen, nun täglich zu üben, um wenigstens diesen 1. Teil der langen Form sicher zu beherrschen – und auch hoffentlich einen therapeutischen Effekt für meine Schulter- und Nackenmuskulatur zu erzielen.