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Deliberalisierung

Mehrere Medienberichte zitieren aktuell eine Studie mit dem Namen „The Naked Truth“ der Londoner Goldsmiths University, veröffentlicht im Journal of Happiness. Laut dieser Studie haben FKK-Anhänger mehr Selbstbewußtsein und ein besseres Körpergefühl.

Dennoch ist FKK ziemlich „out“. Hierzu wird der Sexualwissenschaftler Kurt Starke zitiert, der der FKK „Unwesentlichkeit“ sowie ein neues „Nacktheitstabu“ attestiert. Selbst in der ehemaligen Hochburg der FKK, Prerow auf dem Darß, sei der FKK-Bereich massiv reduziert und mit dem Hundestrand gekoppelt worden. Starke sagt ja immer mal wieder etwas zum Thema Sexualität und FKK; hatte ich hier auch schon erwähnt.

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Das sündige Fleisch reloaded (K. Starke)

Gregor Gysi hatte sich bei seinem Sommerloch-Thema „FKK“ auch auf den Sexualwissenschaftler Kurt Starke berufen. Der führt nun in einem Artikel für das Neue Deutschland aus, daß es natürlich nicht nur der „Pornoblick“ der „Westmänner“ sei, der zum Rückgang des nackten Badens geführt habe.

Nacktsein sei an sich nicht erotisch, „Erregung“ stelle sich z.B. durch Fantasie ein. Toll der Satz: „Wer FKK als Stripteaseersatz betrachtet, versteht von beidem nichts oder kann Nacktheit nur anmacherisch denken.“

Der nackte Körper werde in der Marktwirtschaft ausgebeutet; Nacktheit werde „tabuisiert und gleichzeitig zur Ware“. Nacktheit werde – in verkürzter Zusammenfassung des lesenswerten Artikels – „quasi-pornographisch“.

Auch spannend: „Indem der nackte Körper in heute typischer Weise sexualisiert wird, wird die alte, religiöse Stigmatisierung des sündigen Fleisches reloadet.“

Alles gibt es hier zu lesen.