Wo geht es hin?

Ja, nach der Wiederherstellung des Blogs fragt sich vielleicht mancher, was kommt denn noch so in diesem Jahr? 

Zunächst einmal plane ich kurze Rezensionen zu in den letzten Jahren erschienenen Büchern wie “1913” von Illies und “Das Sonnenfest”, ebenso Langs Hesse-Roman, aber auch Wedemeyer-Kolwes Lebensreform-Einführung “Aufbruch”. 

Inhaltlich will ich an den Nachrichten und gesellschaftlichen Entwicklungen dranbleiben und diese an die historische Lebensreform rückkoppeln. Nur soviel: Ich schreibe gerade über Kamelzehen. 

Urlaube wie der an der Ostsee in Zingst oder auch der in Istrien – sechs Jahre ist das nun schon her! – sind hier reflektiert worden, weil sie außergewöhnlich waren. In Kroatien habe ich meine Liebe zu Wärme, Sonne, Süden wiedergefunden. Anderes habe ich hier komplett ausgelassen, z.B. zwei schöne Wochen in Norwegen, ein paar Tage im Herbst auf Usedom, aber auch meine Jakobswege in Spanien: 800km im Jahr 2015 und weitere 200 in 2017. „Wo geht es hin?“ weiterlesen

Geschichte der Freikörperkultur: FKK: Frei machen! – Magazin – Welt – Tagesspiegel

Der Tagesspiegel mit einem zweiseitigen Beitrag zur Geschichte der Freikörperkultur

Intellektuelle wie Anna Seghers waren gern nackt am Strand, die DDR-Führung mochte Textil. Die Geschichte des FKK führt von Preußen über die Wende an den Wannsee.

Quelle: Geschichte der Freikörperkultur: FKK: Frei machen! – Magazin – Welt – Tagesspiegel

95 Jahre FKK am Motzener See

Im alten Blog wies ich vor 5 Jahren auf die 90-Jahr-Feier des Vereins Allgemeine Körperkultur Birkenheide e.V. am Motzener See hin. Aktuell feiert man das 95-jährige Bestehen, wozu es im „Heidehaus“ wohl auch eine Ausstellung gibt (leider ist der Bereich der Webseite paßwortgeschützt).

Als die Nackten an die Ostsee kamen (TV)

In der Reihe „Unsere Geschichte“ sendete der NDR am 10.8.11 eine 45minütige Dokumentation über – hauptsächlich – die FKK-Bewegung in der DDR an der Ostsee, allerdings mit kleinen Abstechern zum Motzener See und zum „West-FKK“, das ein wenig blaß und „vereinstümelnd“ dargestellt wurde. Der Film lebte v.a. von den plastischen Schilderungen der heute schon etwas älteren Herren, die seinerzeit Prerow unsicher gemacht haben, und natürlich dem 8mm-Filmmaterial.

Prerow, der FKK-Zeltplatz in den Dünen auf dem Darß, wurde besonders erwähnt. Aus den Beschreibungen ergab sich das Bild eines unpolitischen Badelebens v.a. jüngerer Leute: der FKK-Zelturlaub an der Ostsee sei wie das Leben in einer „Kommune“ gewesen. Gegen Spanner ging man vehement vor, entriß ihnen die Filme, allerdings filmte man sich selbst, was offenbar toleriert wurde. Sexualität sei öffentlich kein Thema gewesen, was jedoch abends in den Dünen passierte, sei Privatsache gewesen. Ein Protagonist meint, viele Ehen seien Folge eines Kennenlernens am Ostseestrand; ebenso seien viele Kinder in Prerow gezeugt worden.

West-FKK kommt leider nur in Aufnahmen von einem geschlossenen Gelände fern des Meeres vor. Man sieht v.a. ältere Menschen, es wird auf den Nachwuchsmangel hingewiesen. In der direkten Gegenüberstellung wirkt das ein wenig einseitig (so ein wenig „DDR-zwangsnostalgisch“), obgleich ich glaube, daß das von den Machern, Matthias Vogler und Gudrun Brigitta Nöh, nicht unbedingt so beabsichtigt war. Denn daß FKK auch im Osten nicht mehr die Anhängerschaft wie vor 30-40 Jahren hat, ist Fakt.

Unter den seltenen FKK-Dokus im Fernsehen ist dies eine der besseren.