Google wünscht Buen Camino!

Google hat in Kooperation mit der galizischen Regierung ein Camino-Projekt online erstellt, das in Kultur, Natur, Community – und natürlich – das Pilgern einführt. Ein bunter Leitfaden aus dem Google-Bereich „Arts and Culture“ für potentielle Pilger, aber auch zum Schwelgen in Erinnerungen an frühere Pilgerreisen.

Pilgerreise ins Heilige Land (The If, Why, When and What For?)

Ja, ich muß gestehen, ich bin momentan sehr schreibfaul, wenn es um dieses Blog geht. Nicht nur schreibfaul, auch zu faul, Dinge für Beiträge zu recherchieren, generell – Arbeit, Zeit ins Blog zu stecken. Das hat verschiedene Gründe. Wenn es nun um die anstehende Israelreise geht, so mag einer dieser Gründe sein, daß ich wieder – wie auch schon bei meinen Jakobswegen 2015 und 17 – Audio-Memos aufnehme, womit ich schon Wochen vor der Reise beginne. Das ist dann also „Erzählstoff“, der nicht in Schriftform gepackt wird. In diesen frühen Memos reflektiere ich die Vorbereitungen genauso wie meine Erwartungen an die Reise. Es gibt nichts schöneres, als die Einträge mehrere Monate vor meinem langen Jakobsweg 2015 zu hören, wenn es um Ausrüstung und Packlisten samt Probepacken ging. Ich höre diese Memos und denke: Und alles kam anders und alles war viel geiler, als du dir das erträumt hattest.  „Pilgerreise ins Heilige Land (The If, Why, When and What For?)“ weiterlesen

Abenteuer Spiritualität (2)

buch003Auch vom Tonfall her anders ist ein weiteres Buch über diese Pyrenäenregion: „Im Zeichen des Grals – Erlebnisse in Nordspanien und den Pyrenäen“ von Oliver Ritter. Der Autor, den ich vorher von seinen Arbeiten über Geschlechteridentität und -rollen her kannte (Magische Männlichkeit / Mysterium Weib), nimmt den Leser hier mit auf eine Reise zu den Gralsmythen – bei denen es, wie auch bei Terhart, ebenfalls um die Katharer geht. Ritter startete seine achtwöchige Reise auf dem nordöstlichen Teil des Jakobsweges (konkret in Roncesvalles, dem Endpunkt der ersten Etappe für die Pilger, die vom südfranzösischen St.-Jean-Pied-de-Port gestartet sind), von wo er sich mit einigen Abstechern in Richtung Norden weiterbewegt, über die Pyrenäen hinweg. Der Klappentext verspricht: „In diesem Buch verschränkt sich die Darstellung der Mysterienstätten mit Meditationen, kulturellen Betrachtungen, Schilderungen von Bergabenteuern und der Begegnung mit ungewöhnlichen Menschen.“ „Abenteuer Spiritualität (2)“ weiterlesen

Camino Francés 2015 (CF1)

[Die Seite ist Teil des Berichts über meinen Camino Francés 2015. Es ist die erste Seite.]

Erstmals berichtete ich am 5.5.14 im alten Blog über meine Absicht, mich auf den Jakobsweg zu begeben, genauer: auf die letzten ca. 800km von Südfrankreich (St.-Jean-Pied-de-Port) durch Nordwestspanien bis nach Santiago de Compostela, wo der Legende nach der Apostel Jakobus (der Ältere) bestattet sein soll. Geplant hatte ich diese Pilgerreise ab Ende 2013; mir macht es nämlich großen Spaß, Reisen lange im voraus zu planen – da kann ich richtig drin aufgehen. 🙂

Warum Camino Francés? Weil es der klassische „Hauptweg“ ist. Deshalb, als erste Beschäftigung mit dem Phänomen der Jakobswege, sollte am Anfang der „Klassiker“ stehen.
Warum überhaupt einen „christlichen Pilgerweg“ gehen? Nun, das erste Mal kam ich mit dem Jakobsweg oder „Camino“ durch das Buch von Hape Kerkeling, „Ich bin dann mal weg“, in Kontakt (Kerkeling 2007). Als es 2006 erschien, war ich noch in einer Naturreligion aktiv, dennoch faszinierte mich schon immer das spirituell motivierte, auch meditative Gehen / Wandern / Pilgern als konkreter Ausdruck von Religion. Letztlich ließ ich ungefähr das Schlußviertel des Buches aus, weil mir Inhalt, Schreibstil, Kerkelings eigener Anspruch ans Pilgern nicht zusagten. Aber der Gedanke ruhte in mir. „Camino Francés 2015 (CF1)“ weiterlesen