Ausstellung: Hellerau – Ort der Moderne

Das Zentrum für Baukultur Sachsen kuratiert eine Ausstellung zur „Gartenstadt Hellerau“ mit Fokus auf den Jahren 1908 bis 1914. Die Ausstellung fällt in die Zeit der seit 2012 laufenden Bewerbung zur Anerkennung des Siedlungsprojektes als UNESCO-Weltkulturerbe.

Besucht werden kann die Ausstellung im Zentrum für Baukultur in Dresden vom 9.9.22 bis 22.10.22, jeweils Die. bis Sa. 13-18 Uhr.

Siedeln auf der Rosinkawiese – woran scheiterte es?

Die „Rosinenwiese“, so genannt weil sie in den Augen der umliegenden Dorfbewohner unergiebiges, sumpfiges Land, das einmal ein Hochmoor war, darstellte, war ein lebensreformerisches Siedlungsprojekt der Eltern der vor kurzem verstorbenen Schriftstellerin Gudrun Pausewang.

Sie lag in Ostböhmen, heute Tschechien, nahe des früheren Ortes Wichstadtl am östlichen Ausläufer des Adler-Gebirges. Der Ort gehörte zum deutschen Sprachgebiet; man sprach einen schlesischen Dialekt.

Pausewangs Eltern Siegfried und Elfriede kamen aus dem Wandervogel, lernten sich auf einer reformpädagogischen Schule kennen. Man badete nackt, verzichtete auf Alkohol und Nikotin. „Siedeln auf der Rosinkawiese – woran scheiterte es?“ weiterlesen