Rudolf Bahro – Die Logik der Rettung (Hausarbeit) – Teil 3

Fortsetzung von Teil 2

Persönliche Stellungnahme

Zu Beginn möchte ich sagen, daß ich das Werk, die Postulate Bahros gut nach­vollziehen kann, insbesondere die großen Schritte und Erklärungslinien.
Das Selbstausrottungsschema ist logisch, auch ich sehe die heutige „Umweltkrise“ und die Art, wie Menschen miteinander umgehen, als ein Problem des menschlichen Geistes, sehe den Bahroschen Ansatzpunkt der Conditio Humana, d.h. ich bin davon überzeugt, daß wir das Patriarchat hinter uns lassen müssen und v.a. die sogenannte Megamaschine. „Rudolf Bahro – Die Logik der Rettung (Hausarbeit) – Teil 3“ weiterlesen

Rudolf Bahro – Die Logik der Rettung (Hausarbeit) – Teil 2

Fortsetzung von Teil 1

Der mental-rationale Geist

An dieser Stelle setzt die vierte und heutige Bewußtseinsstufe an, der mental-rationale Geist, vorangelegt in der Conditio Humana. Charakteristisch ist, daß nun die Wirtschaft und die Institutionen nach oben hin über das Bewußtsein ausgelagert wurden und dieses nun dominieren. Der lebendige Geist wurde unterjocht von der Kapi­taldynamik und ist nun lediglich Funktionär der Megamaschine. Kapitaldynamik meint folgendes: Nach dem Schwert des Kriegers wurde nun das Geld des Kaufmanns das Mittel zur Macht. Hinter dem Profitmotiv des kapitalistischen Industriesystems steht das Machtmotiv, der Wunsch, sich Freiheit von etwas zu erkaufen, statt Freiheit zu etwas zu erlangen. Geld dient damit nur der Abkopplung von der Gemeinschaft, dient als Charakterpanzer für das schwache Ich. Und last not least steht Geld für das Leistungsprinzip in unserer Gesellschaft. „Rudolf Bahro – Die Logik der Rettung (Hausarbeit) – Teil 2“ weiterlesen

Mystik (1)

Dieser Text ersetzt einen umfangreicheren, älteren mit dem Titel „Visionssuche“, der nie veröffentlicht wurde. Ich will hier versuchen, meine spirituelle Entwicklung und insbesondere Suche zu umreißen, damit die Themenwechsel im Blog verständlicher werden (s.a. hier).

Ich war von der Beschäftigung mit den Katharern – mithin mit christlicher Spiritualität – wieder abgekommen, glaubte dies sei ein Irrweg. Ich definierte – flüchtig -, was Spiritualität für mich „leisten“ (blöder Begriff) können muß. Was heißt denn „klare Ablehnung monotheistischer Ansätze“? Von welchem Gottesbild sprechen wir? Ich las gestern im Buch „Kontemplation“ von Willigis Jäger: Jesus verwendete den Begriff „Vater“, um – in eher mystischem Verständnis – auf den Urgrund des Seins zu verweisen. Das ist für mich nachvollziehbar, das kenne ich gut, wenn in hochemotionalen Momenten auch mir das Wort „Vater“ über die Lippen kommt. Das ist eine Vorstellung jenseits des Bildes eines personalisierten Gottes, möglichst noch mit weißem Rauschebart. „Mystik (1)“ weiterlesen