Zeit für Schweigen

Kapuzinerkloster IrdningBereits in der Karwoche 2018 war ich im Kapuzinerkloster in Irdning (bei Stainach, Ennstal, Steiermark) für zehntägige Schweigeexerzitien und Anleitung in der Kontemplation nach Franz Jalics. Ich hatte hier und hier darüber berichtet. Schon für 2019 war eine Wiederholung geplant, als meine Mutter plötzlich an Krebs erkrankte und dann auch innerhalb kürzester Zeit verstarb. Ich mußte die Exerzitien absagen.

Aber nun geht es wieder los und ein wenig jovial (oder mit Galgenhumor?) kann ich fragen: Wo geht man am besten hin, wenn eine Virus-Epidemie droht? Ins Kloster! 🙂

Diesmal ist es eine „normale“ Zeit innerhalb der Fastenzeit, also ohne Palmsonntag und die Liturgie der Karwoche. Möglicherweise wird es dadurch noch ruhiger und intensiver – ich bin gespannt.

Vom Wetter her soll es eher klar, aber frostig werden, bis -7°C in der Nacht. Ich freue mich auf die kleinen Spaziergänge vom Kloster in den Wald, auf den Ausblick zum verschneiten Grimming, dem Stainacher Hausberg. Ich werde hier dann Ende März berichten, wie es diesmal gewesen ist.

Schweigeexerzitien im Kloster (1) (Mystik 4a)

Im Tee-Artikel hatte ich von Meditation und Kräutertee erzählt und auf einen Artikel „in der Mache“ verwiesen – das ist er nun. Ich war in der Osterwoche bzw. genau 10 Tage bis zum Ostersonntag zu Schweigeexerzitien im Kapuzinerkloster in Irdning in der Steiermark. In diesem Artikel möchte ich nun ein wenig darüber berichten, allerdings muß ich dazu etwas ausholen. Bear with me. 😉

Der regelmäßige Leser dieses Blogs konnte seit ca. 2012/2013 eine inhaltliche Verschiebung hin zu christlichen Themen erleben. Ich will einfach auf die drei Artikel zum Thema Mystik verweisen (1 / 2 / 3), die diese Entwicklung zwar beschreiben, aber doch – aus heutiger Sicht – wieder einer Ergänzung bedürfen. „Damals“ war ich sehr auf Willigis Jäger fixiert, wollte mir (Ende des dritten Artikels) das Buch „Wolke des Nichtwissens“ in seiner Übertragung / Kommentierung kaufen sowie ein Buch von Enomiya-Lassalle. Habe ich beides nicht gemacht – speziell die „Wolke des Nichtwissens“ habe ich mir erst vor kurzem in der auf jener Seite erwähnten Ausgabe von Riehle, also mit dezidiert christlichem Bezug, gekauft. Ich bin generell heute weiter weg von Jäger, als ich es damals war (von seiner „Unendlichkeitsmystik“, wie P. Stutz sie nennt) – und so mehr auf eine speziell christliche Mystik ausgerichtet, ohne die interreligiösen Aspekte vernachlässigen zu wollen. Das als eine Erklärung.

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