Vermischte Hinweise

Der Deutschlandfunk über die Obstbausiedlung Eden, schon etwas älter, aber gut geschrieben mit Stimmen aktueller Edener.

Die Darmstädter Mathildenhöhe will Weltkulturerbe werden, dazu ein älterer Bericht beim Deutschlandfunk und der Hinweis, daß sie nun auf der Vorschlagsliste für 2019 steht.

Weiter beim Deutschlandfunk, da gibt es offenbar ein Podcast-Transkript von Thilo Schmidt zum Thema Lebensreformer, Prediger und Jesus-Imitatoren: – Der alte Link war verschwunden; hier ist der Text nun zu finden – Warten auf den Messias.

Die NZZ verweist auf die Ausstellung: Eine Berliner Ausstellung erzählt die Geschichte, wie die Maler das Wandern entdeckt haben.
Alte Nationalgalerie Berlin, bis 16.9.18

Und eine weitere Ausstellung in Berlin, diesmal im Historischen Museum und bis zum 6.1.2019: Europa und das Meer.
Hier eine Bildergalerie und hier ein Bericht der NZZ. Von den Römern und Griechen bis hin zum Flüchtlingsdrama spannt sich der Bogen. Es geht um die Ausbeutung der Meere, um die Meere als Sehnsuchtsort und die Menschen, die für ihre Träume auch das Leben lassen mußten, Zitat: „Das Meer ist demokratisch, es nimmt jeden.“

Neue Bücher (1)

In der Blogpause im Juli – bzw. seit Mitte Juni und bis heute – sind ein paar neue Bücher eingetroffen, die ich kurz vorstellen möchte:

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In „Barfüßige Propheten“ schreibt Ulrich Linse über „Erlöser der zwanziger Jahre“, so der Untertitel. Nach einleitenden Kapiteln werden ausführlich vorgestellt: Friedrich Muck-Lamberty („Messias von Thüringen“), Max Schulze-Sölde („Johannes der Jugend“), Ludwig Christian Haeusser („Geistiger Monarch“). Das Buch stand nicht auf meiner kurzfristigen Wunschliste, aber es war gerade günstig und in sehr gutem Zustand in einem Online-Antiquariat eingestellt worden.

Hermann Poperts Roman „Helmut Harringa“ ist ein sehr gut erhaltenes, im blauen Schuber geliefertes und immerhin genau 100 Jahre altes Buch. „Der Harringa“ war mir dem Titel nach als „Kultroman“ der Lebensreformbewegung bekannt. Ich wußte ansonsten lediglich, daß Popert v.a. antialkoholische Zielsetzungen hatte. Es ist schon ein schönes Gefühl, das alte Buch aus dem Schuber zu ziehen und darin zu blättern. Hier findet sich eine Kurzrezension des „Kultromans der Jugend“ (PDF).

„Baden ohne“ war in der DDR ein Kultbuch zum Thema Freikörperkultur. Herausgegeben vom VEB Tourist Verlag Berlin Leipzig wird „FKK zwischen Mövenort und Talsperre Pöhl“ vorgestellt. Ursprünglich 1982 bereits erschienen, konnte ich ein gut erhaltenes Exemplar der 2. Aufl. 1984 des von Lutz Rackow unter dem Pseudonym Friedrich Hagen verfaßten Werkes ergattern. Den ‚Mövenort‘ und andere schöne Plätze habe ich mir im Vorfrühling 2000 auf Rügen erwandert – eine herrliche Zeit. Das Büchlein hat heute nur noch ideellen Wert, aber es ist m.E. doch ein Zeugnis der Geschichte des Nacktbadens in der DDR.