Fasten 7 – Persönlicher Rückblick

Sechs Fastentage „water only“ liegen hinter mir. Seit vielen Jahren wieder mal der Versuch einer Nulldiät, um einen „Reset“ meiner Ernährungsgewohnheiten zu triggern und Gewicht nach unten zu kicken. In einem Forum las ich heute morgen wieder: „Bloß nicht fasten, um Gewicht zu verlieren! Dafür ist das Fasten nicht gedacht.“ Puh, da hat jemand die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ich kann nur sagen, daß Gewichtsverlust und Ernährungsumstellung nach dem Fasten perfekt Hand in Hand gehen.

Was war nun also in dieser Woche?

  1. Ich kam gut in die Fastentage rein und wieder raus.
  2. Wie immer war der erste Tag OK, zweiter und dritter Tag problematisch, was sich diesmal bis in den vierten hineinzog.
  3. Erstmalig das Problem mit dem nicht zur Ruhe kommenden Darm. Unklar ist, ob das etwas mit Basica oder der Vitaminkapsel zu tun haben könnte.
  4. Vollzeitjob und Fasten? Nein. Wieder einmal ist mir aufgefallen, daß das nicht miteinander harmoniert. Ich war z.B. von 8-11 Uhr im Büro und dann kaputt, mußte mich hinlegen. Bei Kliententerminen war ich (ok, manchmal problematisches Klientel vorausgesetzt) angespannt und reizbar.
  5. Die Bewegung, Jogging, hat nicht so geklappt wie gewünscht. Im Gegensatz zu früheren Fastenzeiten habe ich nicht diese Leichtigkeit erlebt, mit der man laufen gehen kann trotz 0-Kalorien.
  6. Die „Corona-Lage“, insbesondere die Scheuklappenmentalität des nicht existenten Gremiums „MPK+M“, hat mich runtergezogen.
  7. Es war leider ein unspirituelles Fasten; meine Religion hat darin keine Rolle gespielt. Das wünsche ich mir anders.
  8. Mit einem Apfel habe ich das Fasten begonnen und auch beendet. Das Ende habe ich wegen einer Grillparty auf den Abend des sechsten Fastentages gelegt. 😉
  9. Stand 2. Aufbautag habe ich 8,1kg abgenommen, d.h. die mäßige Zufuhr von Nahrung hat nicht sofort wieder einen Anstieg mit sich gebracht.
  10. Trotz der Probleme bin ich glücklich, daß ich es über 6 Tage geschafft habe. Ich schaue positiv in die Zukunft, die mit veränderter Ernährung und regelmäßigem Sport ein Verbleib unter 95kg sichern soll.

Fasten 6 – Aufbautage

Die Zahl der Aufbautage bestimmt man als Fastentage dividiert durch 5. Bei meinen sechs Tagen aktuell wären das 1,2 Tage, wobei ich darauf hinweise, daß alle folgenden Tage quasi Aufbautage sind, weil man ja versuchen sollte, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

Man trinkt weiterhin viel! Am Vormittag kann man einen kleinen, geschälten Apfel essen, am Mittag eine dünne Suppe – also ganz leichte Kost. Auch hier gilt wieder: gut und lange kauen, keine großen Brocken herunterschlucken.
Man wird sich an den ersten beiden Aufbautagen etwas matt fühlen, weil der Körper wieder auf Verdauung umstellt. Das ist für mich eine durchgängige Erfahrung beim Fasten.
Man kann dann aufbauen mit einer gekochten Kartoffel mit Quark, Obst, Schwarzbrot, trockener Käse. Ich habe bislang immer am dritten Aufbautag etwas „Richtiges“ gegessen, z.B. ein wenig Putengeschnetzeltes mit Reis.

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Fasten 5 – Ab dem vierten Fastentag

Jetzt sollte es „rund“ laufen. Der Körper hat gelernt, daß er aktuell nur Wasser und ein paar Vitamine bekommt, damit kommt er zur Ruhe. Der Geist beruhigt sich noch mehr, manchmal habe ich dann das Gefühl, durchs Leben zu schweben oder so in einem positiv empfundenen Tunnel zu stecken, der Ablenkungen ausblendet. Man gehe mal am vierten oder fünften Fastentag in einen Supermarkt und laufe einfach nur durch die Gänge. Nichts kaufen, den Abstand genießen, den Sieg über Begierden. Vor dem Alkoholregal stehenbleiben, vor dem mit Chips und Salzgebäck: Brauche ich nicht – ich gehe wieder! 😉

Bei meinem allerersten Fasten schrieb ich über den vierten Fastentag:

Alles war anders an diesem Morgen! Ich fühlte mich so wohl, unglaublich... Es gab in meinem Leben immer wieder Zeiten, in denen ich eine völlige Trennung zwischen Körper und Geist empfand, wenn ich mich wieder ganz als "Kopfmensch" fühlte. An diesem Tag (und von diesem Tag an) spürte ich eine Einheit, eine Balance zwischen Körper und Geist, wonach ich so lange gesucht hatte. 
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Fasten 4 – Zweiter, dritter Fastentag

Aufpassen! Das sind die Zweifeltage, das sind die Abbruchtage! Bei mir sind regelmäßig die körperlichen Beschwerden (Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost) an diesen beiden Tagen am intensivsten. Es kann ein massives Hungergefühl auftreten. Der Körper schreit den Geist an: Sorge für mich, gib mir Essen!

Achtung im Straßenverkehr und an Maschinen: Die Reaktionszeit kann verlangsamt sein. Am besten nicht am Verkehr teilnehmen und in Urlaubszeiten fasten.

Oft fängt es mit kalten Füßen an, es steigert sich zu einem allgemeinen Kältegefühl, das auch – gerade bei (beruflichem) Streß – bis zu Schüttelfrost gehen kann. Abhilfe: Warmhalten, hinlegen, Pause.
Wer Autogenes Training kann: hier sei auf die Wärmeübung hingewiesen – hilfreich!
Sollte es kritisch werden: Schüttelfrost, Herzrasen, Schlappheit, dann kann ein lauwarmes (nicht heißes!) Bad helfen; ich nutze gern die Original-Kneipp Aroma-Sprudelbäder. Und natürlich der Rat: wenn es nicht mehr geht oder bedrohlich wird: Arzt kontaktieren.

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