Roman

  • Buhl: Das Paradies des August Engelhardt (Kurzrezension)

    Wer aber Ruhe und Frie­den in sich trägt, der sehnt sich hin­aus aus dem lär­men­den Kul­tur­le­ben, er sehnt sich nach dem Frie­den auch in der Welt, in der er lebt. Hier ist die­se Welt des Frie­dens. Der “Koko­vore” (Kokos­nuß­esser) August Engel­hardt leb­te von 1875 bis 1919. Er kehr­te Deutsch­land den Rücken, um im Pazi­fik auf…

  • Lubenow: Vier Frauen am Meer (Kurzrezension)

    Der Roman von Svea Lube­n­ow spielt im Jahr 1925 im v.a. Fisch­län­der Ort Ahren­shoop an der Ost­see­kü­ste, der u.a. für sei­ne Künst­ler­ko­lo­nie bekannt ist.Prot­ago­ni­stin, mög­li­cher­wei­se mit bio­gra­phi­schen Antei­len der Autorin, ist Git­ta, die sich von ihrem Eltern­haus eman­zi­piert, zunächst durch Bei­tritt zu einer lebens­re­for­me­ri­schen Loge, dann durch Umzug nach Ahren­shoop, wo sie mit drei ande­ren…

  • Lang: Immer nach Hause (Kurzvorstellung)

    Der Jour­na­list und Autor Tho­mas Lang hat auf der Basis der bekann­ten Din­ge aus Her­mann Hes­ses Leben einen fik­ti­ven Roman geschrie­ben, einen Künst­ler­ro­man “vol­ler Sym­pa­thie, Witz und uni­ver­sel­ler Wahr­heit”, so der Klap­pen­text. Unter­teilt ist der Roman in zwei Tei­le, ein­mal 1907 (Der Ewi­ge Frie­de), dann 1918 (Lie­be im Krieg (sicher dop­pel­deu­tig gemeint)), letz­te­rer jedoch auch…

  • Steinert — Blumenspiel (Kurzrezension)

    Mei­ne Hed­wig hieß Heid­run. Soll ich den Text so begin­nen oder nicht? Ja, nach län­ge­rem Über­le­gen ist das der Ein­stieg. Wir leb­ten bei­de tat­säch­lich zu der Zeit in Köln, in einem Stu­den­ten­wohn­heim in Roden­kir­chen, wo die Jugend gut 85 Jah­re frü­her lt. Autor Stei­nert nackt im Rhein bade­te. Mei­ne Else hieß S., wir führ­ten eine…

  • Vegetarianer (Roman)

    Im Picus-Ver­­lag ist im März der Roman “Vege­ta­ria­ner” von Felix Kucher erschie­nen, der sich mit einer der Iko­nen der Lebens­­­re­­form-Bewe­­gung befaßt, dem Maler Karl Wil­helm Die­fen­bach. Der Ver­lag bewirbt das Buch so: “Er ist einer der schil­lernd­sten Ver­tre­ter der Lebens­re­form­be­we­gung im spä­ten 19. Jahr­hun­dert: Der Maler Karl Wil­helm Die­fen­bach pre­digt sei­ne Heils­leh­re von Roh­kost­er­näh­rung, Nackt­kör­per­kul­tur und…

  • Das ganze Geheimnis

    Der Schrift­stel­ler Ernst Wie­chert ist in die­sem Blog bis­lang nur mit einem kur­zen Zitat zur Stil­le ver­tre­ten; im alten Blog hat­te ich meh­re­re Wer­ke von ihm erwähnt. Der 1887 in Masu­ren gebo­re­ne Wie­chert gehör­te zum Kreis der “Inne­ren Emi­gra­ti­on” im Natio­nal­so­zia­lis­mus. Er kam als “Stück Dreck” (O‑Ton Goeb­bels) ins KZ Buchen­wald, wur­de aber begna­digt und…

  • Das Sonnenfest (Roman)

    Zum Lite­ra­tur­fe­sti­val Even­ti let­tera­ri auf dem Mon­te Veri­tà gab es im Deutsch­land­funk einen Bei­trag: Mon­te Veri­tà, Lite­ra­tur und Legen­den, Oli­ver Pran­ge im Gespräch mit Hajo Stei­nert (Audio abruf­bar bis ca. Nov. 16) Durch den Bei­trag wur­de ich auf den Roman Das Son­nen­fest von Oli­ver Pran­ge auf­merk­sam, der die “wah­ren Bege­ben­hei­ten” auf dem Mon­te Veri­tà schil­dert. Das Buch…

  • Imperium (Ch. Kracht)

    Chri­sti­an Kracht stellt sei­nen Roman “Impe­ri­um” in der eng­li­schen Über­set­zung in New York vor (SZ). Gleich­zei­tig wird auch die Büh­nen­um­set­zung in Ham­burg vor­ge­stellt. Zitat Focus: “Unter­hal­t­­sam-gro­te­s­kes Abdrif­ten in Bar­ba­rei, Tod und Ver­wü­stung, pastell­bunt und unter­malt von lau­nig swin­gen­der Musik: So hat Jan Bos­se den umstrit­te­nen Erfolgs­ro­man „Impe­ri­um“ (2012) von Chri­sti­an Kracht über einen histo­ri­schen deut­schen…

  • Die dunklen Flöten des Herbstes (Buch)

    “Ja, er schrieb Gedich­te. Er schrieb Ver­se von selt­sa­mer Schön­heit, sie tauch­ten aus sei­nem Inne­ren empor. Er fühl­te sie wach­sen, beglückend groß wer­den, zu einer tönen­den Stim­me wer­den, die ihn zwang, den Blei­stift in die Hand zu neh­men und zu schrei­ben.” Ich habe gestern mor­gen Hel­mut Schi­nagls Jugend­ro­man “Die dunk­len Flö­ten des Herb­stes — Der…

  • Nicht mehr allein

    “Das Den­ken woll­te schon wie­der anhe­ben. … Da kam durchs Berg­tor her­ein eine leich­te wei­ße Wol­ke, so zart, daß der Stern hin­durch­schim­mer­te. Es sprach aber einer ohne Wor­te zu ihm. Und Johan­nes fühl­te, wie sei­ne lee­re See­le die­se Wor­te trank, wie der Raum hin­ter den Rip­pen sich füll­te wie ein sil­ber­ner Becher mit berg­fri­schem Was­ser,…