Sommer (G. Trakl)

Am Abend schweigt die Kla­ge
Des Kuckucks im Wald.
Tie­fer neigt sich das Korn,
Der rote Mohn.

Schwar­zes Gewit­ter droht
Über dem Hügel.
Das alte Lied der Gril­le
Erstirbt im Feld.

Nim­mer regt sich das Laub
Der Kasta­nie.
Auf der Wen­del­trep­pe
Rauscht dein Kleid.

Stil­le leuch­tet die Ker­ze
Im dunk­len Zim­mer;
Eine sil­ber­ne Hand
Lösch­te sie aus.

Wind­stil­le, stern­lo­se Nacht.

 

 

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert