Was nicht Hölle ist

Ich bin am Wochen­en­de über ein schö­nes Zitat “gestol­pert”, das mir direkt aus der See­le sprach. Es stammt aus dem Buch Die unsicht­ba­ren Städ­te von Cal­vi­no, es ist die Figur des Mar­co Polo, die spricht:

“Die Höl­le der Leben­den ist nicht etwas, was sein wird; gibt es eine, so ist es die, die schon da ist, die Höl­le, in der wir tag­täg­lich woh­nen, die wir durch unser Zusam­men­sein bil­den. Zwei Arten gibt es, nicht dar­un­ter zu lei­den. Die eine fällt vie­len recht leicht: die Höl­le akzep­tie­ren und so sehr Teil davon wer­den, daß man sie nicht mehr erkennt. Die ande­re ist gewagt und erfor­dert dau­ern­de Vor­sicht und Auf­merk­sam­keit: suchen und zu erken­nen wis­sen, wer und was inmit­ten der Höl­le nicht Höl­le ist, und ihm Bestand und Raum geben.”

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