Zeeland

Coca-Cola-FlaggeEin biß­chen weh­te sie wie eine Pira­ten­flag­ge im Wind: zer­zaust, an einem mor­schen Mast, aber vital rot und laut im Wind knat­ternd: die Coca-Cola-Flag­ge. Als Kind der 80er, Nicht­rau­cher, Pep­si-Ver­ach­ter war es nicht der Marl­bo­ro-Mann, den ich mit Frei­heit asso­zi­ier­te, son­dern am ehe­sten Coca Cola. Als ich mit 17 in den USA war, gab es dort so eine Vin­ta­ge-Edi­ti­on, also die alte Cola aus den 60ern. Din­ge, an die man sich Ü50 noch erin­nert.
Ja, ich weiß, alles impe­ria­li­sti­scher Scheiß, aber sei­ne Prä­gung hat man ja trotz­dem… 😉
Die­se Cola-Flag­ge ist mir auf­ge­fal­len und als Sym­bol im Gedächt­nis geblie­ben für ein paar schö­ne Tage in Zee­land, der west­lich­sten Pro­vinz der Nie­der­lan­de. Ein paar schö­ne Tage auf der Flucht vor dem ins Coro­na-Zwangs­kor­sett gepack­ten All­tag. In den Nie­der­lan­den benö­tigt man aktu­ell kei­ne Mas­ke, aber über­all wird auf 1,5m “afstand” hin­ge­wie­sen. Für mich macht das Sinn.

Nun hat es mich nie nach “Hol­land” gezo­gen; schon die Spra­che ist sehr gewöh­nungs­be­dürf­tig. Ich höre immer noch eini­ger­ma­ßen regel­mä­ßig die Lich­ter­fei­er aus Tai­zé (via Dom­ra­dio), und wenn da in hol­län­disch gepre­digt wird, nun ja, da war­te ich sehn­süch­tig auf den sono­ren Wohl­klang des Paters, der das Gan­ze auf Spa­nisch vor­trägt.
Ande­rer­seits ken­ne ich vie­le Leu­te, die immer wie­der, regel­mä­ßig an die hol­län­di­sche Nord­see­kü­ste fah­ren. Jetzt war ich selbst da für ein paar Tage. Und es hat mir sehr gut gefal­len. Hier ein paar foto­gra­fi­sche Ein­drücke:

dav

 

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