Gerhard Riebicke

buch024Wie kaum ein ande­rer Name ist der Rie­bickes mit der Frei­kör­per­kul­tur ver­bun­den. Auf der Sei­te von Amadelio.de — 2020 nicht mehr abruf­bar, 2021 mit Anbie­ter im Kos­me­tik­be­reich — (“Wir haben hier eine klei­ne unab­hän­gi­ge Ecke in dem schö­nen, wei­ten Web gegrün­det, wo der Geist von der Lei­ne gelas­sen wird und die Mei­nun­gen unab­hän­gig sind.”) gibt es ein Video­in­ter­view der Sei­ten­be­trei­be­rin, Danie­la Kri­en, mit Bodo Nie­mann, Gale­rist / Publi­zist, der auch eine Rie­bicke-Retro­spek­ti­ve in Buch­form her­aus­ge­ge­ben hat.

Sehr schön dar­in der Satz, daß die “heu­ti­ge Nicht­wahr­neh­mung” von Rie­bickes Bil­dern dafür spre­che, daß der lebens­re­for­me­ri­sche Men­schen­ty­pus, der die Natur­ver­bun­den­heit des urba­nen Men­schen wie­der­her­stel­len möch­te, aus­ge­stor­ben sei. So auch Nie­mann in sei­nen hörens­wer­ten Aus­füh­run­gen: das heu­ti­ge Nackt­ba­den sei das Gegen­teil von Kör­per­be­frei­ung, da es ihm an einem gedank­li­chen Über­bau feh­le. Nackt­ba­den heu­te sei Kör­per­in­sze­nie­rung und ein hedo­ni­sti­sches Phä­no­men.

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