Neue Bücher (1)

In der Blog­pau­se im Juli — bzw. seit Mit­te Juni und bis heu­te — sind ein paar neue Bücher ein­ge­trof­fen, die ich kurz vor­stel­len möch­te:

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In “Bar­fü­ßi­ge Pro­phe­ten” schreibt Ulrich Lin­se über “Erlö­ser der zwan­zi­ger Jah­re”, so der Unter­ti­tel. Nach ein­lei­ten­den Kapi­teln wer­den aus­führ­lich vor­ge­stellt: Fried­rich Muck-Lam­ber­ty (“Mes­si­as von Thü­rin­gen”), Max Schul­ze-Söl­de (“Johan­nes der Jugend”), Lud­wig Chri­sti­an Haeu­sser (“Gei­sti­ger Mon­arch”). Das Buch stand nicht auf mei­ner kurz­fri­sti­gen Wunsch­li­ste, aber es war gera­de gün­stig und in sehr gutem Zustand in einem Online-Anti­qua­ri­at ein­ge­stellt wor­den.

Her­mann Poperts Roman “Hel­mut Har­ringa” ist ein sehr gut erhal­te­nes, im blau­en Schu­ber gelie­fer­tes und immer­hin genau 100 Jah­re altes Buch. “Der Har­ringa” war mir dem Titel nach als “Kult­ro­man” der Lebens­re­form­be­we­gung bekannt. Ich wuß­te anson­sten ledig­lich, daß Popert v.a. anti­al­ko­ho­li­sche Ziel­set­zun­gen hat­te. Es ist schon ein schö­nes Gefühl, das alte Buch aus dem Schu­ber zu zie­hen und dar­in zu blät­tern. Hier fin­det sich eine Kurz­re­zen­si­on des “Kult­ro­mans der Jugend” (PDF).

“Baden ohne” war in der DDR ein Kult­buch zum The­ma Frei­kör­per­kul­tur. Her­aus­ge­ge­ben vom VEB Tou­rist Ver­lag Ber­lin Leip­zig wird “FKK zwi­schen Möven­ort und Tal­sper­re Pöhl” vor­ge­stellt. Ursprüng­lich 1982 bereits erschie­nen, konn­te ich ein gut erhal­te­nes Exem­plar der 2. Aufl. 1984 des von Lutz Rac­kow unter dem Pseud­onym Fried­rich Hagen ver­faß­ten Wer­kes ergat­tern. Den ‘Möven­ort’ und ande­re schö­ne Plät­ze habe ich mir im Vor­früh­ling 2000 auf Rügen erwan­dert — eine herr­li­che Zeit. Das Büch­lein hat heu­te nur noch ideel­len Wert, aber es ist m.E. doch ein Zeug­nis der Geschich­te des Nackt­ba­dens in der DDR.

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